Schule Backstage
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#72 KI in der Schule – mit Lehrerin und Autorin Kristin van der Meer

3. Mai 2026 · 51 Min.

KI in der Grundschule funktioniert, wenn man Kinder zunächst zu selbstverantwortlichen Lernenden befähigt und sie das Werkzeug nicht als Ersatz, sondern als Lernpartner nutzen.

Kristin van der Meer, Grundschullehrerin aus Potsdam, berichtet von ihrer Erfahrung mit KI im Unterricht. Ihre Schule wurde beim KI-Schulpreis dritter. Sie zeigt, wie KI als Strukturpartner funktioniert, wenn Kinder vorher Lernstrategien und Sprachkompetenz entwickeln. Das zentrale Problem: Viele Lehrkräfte beherrschen das Werkzeug selbst nicht, erwarten aber, dass Schüler es können. Statt Frontalunterricht zu digitalisieren, braucht es einen grundlegenden Kulturwandel in der Lernkultur.

Zahlen & Fakten

3. Platz

Kristin van der Meers Schule (Neue Grundschule Potsdam) erreichte den dritten Platz beim KI-Schulpreis von 191 teilnehmenden Schulen

191 Schulen

Gesamtzahl der am KI-Schulpreis teilnehmenden Schulen

10.000 Euro

Preisgeld für den dritten Platz beim KI-Schulpreis

Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigen

20 Lehrkräfte

Metapher: Wenn Kinder KI nutzen, hat van der Meer effektiv 20 zusätzliche Lehrkräfte im Unterricht

Klasse 1–6

Klassenstufen an van der Meers Grundschule in Potsdam

Themen & Erkenntnisse

KI als Lernpartner statt Ersatz: Praktische Umsetzung in der Grundschule · ab 01:36: KI wird als Lernpartner eingeführt: Nach grundlegenden Kompetenzen und Strategien nutzen Kinder KI zur Individualisierung. Ein ADHS-Schüler schafft Aufgaben plötzlich im gleichen Tempo wie andere.
Kritisches Bauchgefühl für KI-Texte entwickeln und Prompt-Kompetenz aufbauen · ab 04:02: Kinder lernen durch Fehler, bessere Prompts zu formulieren und entwickeln ein Bauchgefühl, KI-Texte zu erkennen. Sogar Klassenarbeiten nutzen KI zur Analyse und Reflexion.
Strukturwandel statt Technikwandel: Kulturelle Hürden und Lehrerkompetenz · ab 28:49: KI-Erfolg hängt von Kulturwandel ab, nicht von Technik. Frontalunterricht mit KI-Tools ändert nichts, offene Lernkultur und Lehrkraftmindset sind zentral.
Digitale Souveränität und das Dilemma der Handyverbote · ab 39:00: Handyverbote nehmen Kindern digitale Souveränität. Statt Verbote braucht es Befähigung und echte Partizipation – auch mit Schülern.
Zukunftsskills und Erziehung: Angstfreiheit, Selbstverantwortung, Loslassen · ab 44:30: Zukunftsskills sind: angstfrei herangehen, Selbstverantwortung üben, loslassen. Eltern müssen Kindern digitale Freiheit geben, um Identität zu bilden.

Quellen

BuchBuch "Heute Kind morgen stark – Zehn Zukunftsskills, die dein Kind braucht" von Kristin van der Meer

BuchBuch "Wenn Schule stresst" von Matthias Zeitler

Joscha Falk: Modell der schrittweisen KI-Integration im Unterricht (Unterrichtsinhalte ohne KI, dann KI hinzufügen)

Weitere 4 Quellen anzeigen

Phobos Schneetag – Test zur Unterscheidung von realen und KI-generierten Bildern

John Hattie: Häufigste Antwort auf die Frage, mit welchem Gefühl Schüler in die Schule gehen, ist Langeweile

TeachKit – Kooperation des Ernst-Klett-Verlags und der lörn Lernplattform GmbH mit vorbereiteten digitalen Unterrichtseinheiten

Digitalpakt Altern (März 2026): Programm zur digitalen Befähigung von älteren Menschen

Wer spricht

K
Kristin van der MeerGAST

Grundschullehrerin und Autorin aus Potsdam, deren Schule den dritten Platz beim KI-Schulpreis erreichte. Sie entwickelt innovative Ansätze zur Integration von KI im Unterricht ab Klasse 1 und hat das Buch "Heute Kind morgen stark" verfasst.

Alle Auftritte von Kristin van der Meer
M
Matthias ZeitlerHOST

Host des Podcasts "Schule Backstage", Lehrkraft an einer Werkreal- und Hauptschule, Moderator des KI-Schulpreises in Heilbronn und Autor des Buches "Wenn Schule stresst".

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