SO GEHT AMBULANT
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Ambulante Reha: So schließt man die Versorgungslücke (größter Reha-Anbieter Deutschlands)

18. Juni 2026 · 1 Std. 36 Min.

Ambulante Transformation ist nicht weniger Versorgung, sondern eine andere, bessere Patient Journey durch Digitalisierung, sektorenübergreifende Kooperationen und den Fokus auf Ergebnisqualität statt Strukturmerkmale.

Die Folge diskutiert ambulante Reha nicht als Gegenpol zu stationärer Versorgung, sondern als eigenständige, gleichwertige Versorgungsform mit anderen Anforderungen. Prof. Dr. Marc Baenkler, CEO der Median-Gruppe, und Sven Schunter, Geschäftsführer der Median ReHealth GmbH, zeigen konkret, wie digitale Nachsorge eine 40%-Versorgungslücke schließt. Kernthesen: ein Mindset-Wandel vom „Was kann ambulant?" zu „Was muss noch stationär?", die Schließung von Übergangslücken durch nahtlose Patient Journeys, und der Mut zu Ergebnisqualität statt Regulierung von Strukturen.

Themen & Erkenntnisse

Ambulante Transformation: Mindset und Definition · ab 06:14: Kernumdenken: nicht "Was kann ambulant?", sondern "Was muss noch stationär sein?" Ambulant ist eine eigenständige Versorgungsform, kein Mangelprodukt.
Die Versorgungslücke nach Reha: Zahlen und Digitale Lösung · ab 12:40: 40% würden von Nachsorge profitieren, ambulant erreichen sie unter 10%, digital steigt dies auf knapp 40%. Das digitale Gesundheitszentrum schließt diese Lücke.
Stationär, teilstationär, ambulant, digital: Sektoren und deren Schnittstellen · ab 17:32: Jeder Versorgungssektor hat Daseinsberechtigung. Entscheidend sind medizinische UND sozialmedizinische Faktoren – nicht die Indikation allein bestimmt den Weg.
Better-In-Better-Out und Reha vor der OP: Präoperative Vorbereitung und sektorenübergreifende Planung · ab 32:45: Marc illustriert am Beispiel Knieendoprothese: Patienten kommen mit degenerierter Muskulatur zur OP, müssen diese dann mühsam auftrainieren. Besser: vorher schon trainieren, besseres Outcome. Das erfordert, dass Ärzte in Akutkliniken Reha verstehen und beide Sektoren sich abstimmen. Aktuell fehlt oft Wissen darüber, was Reha ist. Sven ergänzt, dass die Krankenhausreform mit KVVG und KAG hier Druck schafft – große Akutanbieter suchen zunehmend nach Reha-Partnern für solche integrierten Modelle.
Finanzierung, Transformation und Skalierung: Investitionen ohne sofortige Refinanzierung · ab 01:06:35: Median investiert aus Überschüssen in Innovation (VR, digitale Nachsorge, Prävention), ohne dass diese sofort refinanziert sind – strategisches Vorfinanzieren für Zukunftsfähigkeit.
Zukunftsausblick 2030: Netzwerke, KI und zwei zentrale Wünsche · ab 01:24:30: Marcs Vision: Leistungserbringer vernetzen sich sektorenübergreifend; KI ermöglicht neue Skalierung. Zentrale Wünsche: Mut zu Ergebnisqualität und Capitation-Vergütung.

Wer spricht

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Prof. Dr. Marc BaenklerGAST

Mediziner und CEO Deutschland der Median-Unternehmensgruppe. Leitet Deutschlands größten Reha-Anbieter mit über 124 Einrichtungen. Startete als Rettungsdienstler, studierte Medizin, arbeitete im Klinikmanagement und fokussiert nun auf sektorenübergreifende Patient Journeys und Integration ambulanter, digitaler und stationärer Versorgung.

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Sven SchunterGAST

Geschäftsbereichsleiter Digital Health und Geschäftsführer der Median ReHealth GmbH. Arbeitete über 20 Jahre im ambulanten Reha-Bereich, oft als einziger Anbieter in der Region. Gründete das digitale Gesundheitszentrum Düsseldorf, das therapeutische Nachsorge vollständig digital mit persönlicher Begleitung anbietet – eine in Deutschland noch seltene Kombination.

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