Sternengeschichten
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Sternengeschichten Folge 706: Die Planetenlücke und schrumpfende Himmelskörper

5. Juni 2026 · 12 Min.

Viele Planeten gibt es in verschiedenen Größen, aber es fehlt eine ganze Kategorie: Planeten mit dem 1,5- bis 2-fachen Erdradius, weil sie ihre Gashüllen verlieren und schrumpfen.

Die Episode behandelt das sogenannte Fulten-Gap oder die Planetenlücke: eine merkwürdige Lücke in der Größenverteilung bekannter Exoplaneten. Während es viele kleine erdähnliche Planeten und große Mini-Neptune gibt, fehlen fast vollständig Planeten mittlerer Größe. Der Grund liegt darin, dass junge Planeten in diesem Größenbereich ihre primären Wasserstoff-Helium-Atmosphären verlieren – entweder durch intensive Strahlung ihres Sterns oder ihre eigene innere Wärme. Dies führt dazu, dass sie zu kleineren Supererden schrumpfen oder, wenn sie massereicher sind, ihre Atmosphären behalten können.

Themen & Erkenntnisse

Die Planetenlücke entdeckt · ab 00:23: In der Größenverteilung von Exoplaneten fehlen Himmelskörper mit dem 1,5- bis 2-fachen Erdradius – eine Lücke, die erstmals 2017 systematisch untersucht wurde.
Atmosphärenaufbau und Masseanforderungen · ab 07:21: Junge Planeten sammeln Wasserstoff und Helium an, können aber nur dann große Atmosphären halten, wenn sie eine ausreichend große Kernmasse haben.
Atmosphärenverlust durch Photoevaporation · ab 08:35: Junge Sterne strahlen energiereiche UV-Licht aus und junge Planeten sind noch heiß – beide prozesse können Atmosphären abtragen und lassen Planeten schrumpfen.

Wer spricht

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Florian FreistetterHOST

Florian Freistetter ist Wissenschaftsjournalist und Autor, betreibt die 'Sternengeschichten' und ist in der Folge als Gastgeber präsent; er berichtet über Forschungsergebnisse, erhielt den Bruno H. Bürgel‑Preis (genannt für 2026) und erwähnt eigene Buch‑ und Live‑Termine.

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