Sternengeschichten
Sternengeschichten
Sternengeschichten

Sternengeschichten Folge 706: Die Planetenlücke und schrumpfende Himmelskörper

5. Juni 2026 · 12 Min.

Viele Planeten gibt es in verschiedenen Größen, aber es fehlt eine ganze Kategorie: Planeten mit dem 1,5- bis 2-fachen Erdradius, weil sie ihre Gashüllen verlieren und schrumpfen.

Die Episode behandelt das sogenannte Fulten-Gap oder die Planetenlücke: eine merkwürdige Lücke in der Größenverteilung bekannter Exoplaneten. Während es viele kleine erdähnliche Planeten und große Mini-Neptune gibt, fehlen fast vollständig Planeten mittlerer Größe. Der Grund liegt darin, dass junge Planeten in diesem Größenbereich ihre primären Wasserstoff-Helium-Atmosphären verlieren – entweder durch intensive Strahlung ihres Sterns oder ihre eigene innere Wärme. Dies führt dazu, dass sie zu kleineren Supererden schrumpfen oder, wenn sie massereicher sind, ihre Atmosphären behalten können.

Zahlen & Fakten

0,38 Erdradien

Größe des Merkur im Sonnensystem

0,5 Erdradien

Größe des Mars im Sonnensystem

0,94 Erdradien

Größe der Venus im Sonnensystem

Weitere 12 Zahlen & Fakten anzeigen

3,8 Erdradien

Größe des Neptun im Sonnensystem

4 Erdradien

Größe des Uranus im Sonnensystem

10-11 Erdradien

Größe von Saturn und Jupiter im Sonnensystem

1,5 bis 2 Erdradien

Größenbereich der fehlenden Planeten (Planetenlücke)

2017

Jahr, in dem die Planetenlücke von Benjamin Fulten systematisch erforscht wurde

0,38 Erdradien

Größe des Planeten Merkur

0,5 Erdradien

Größe des Planeten Mars

0,94 Erdradien

Größe der Venus

3,8 Erdradien

Größe des Planeten Neptun

4 Erdradien

Größe des Planeten Uranus

10-11 Erdradien

Größe von Saturn und Jupiter

1,5 bis 2 Erdradien

Größenbereich der Planetenlücke (fehlende Planeten)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Die Planetenlücke entdeckt · ab 00:23: In der Größenverteilung von Exoplaneten fehlen Himmelskörper mit dem 1,5- bis 2-fachen Erdradius – eine Lücke, die erstmals 2017 systematisch untersucht wurde.
Atmosphärenaufbau und Masseanforderungen · ab 07:21: Junge Planeten sammeln Wasserstoff und Helium an, können aber nur dann große Atmosphären halten, wenn sie eine ausreichend große Kernmasse haben.
Atmosphärenverlust durch Photoevaporation · ab 08:35: Junge Sterne strahlen energiereiche UV-Licht aus und junge Planeten sind noch heiß – beide prozesse können Atmosphären abtragen und lassen Planeten schrumpfen.

Quellen

StudieWissenschaftliche Arbeit unter der Leitung von Benjamin Fulton zur Planetenlücke (2017)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

F
Florian FreistetterHOST

Österreichischer Astronom und Wissenschaftskommunikator, Host des Podcasts Sternengeschichten. Er betreibt regelmäßig Live-Veranstaltungen und Buchprojekte, darunter die Sternengeschichten-Live-Tour, und arbeitet an weiteren Podcasts wie Das Universum und Das Klima. Arbeitet auch mit den Science Busters zusammen und hat jahrelange Erfahrung in der öffentlichen Vermittlung astronomischer und wissenschaftlicher Inhalte.

Alle Auftritte von Florian Freistetter

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.