Gezielte Laser-Reflektoren auf dem Mond erlauben heute millimetergenaue Entfernungsbestimmungen und liefern Erkenntnisse zur Monddynamik, inneren Struktur und Grundlagen der Physik.
Seit den frühen 1960er-Jahren wurde das Konzept von auf dem Mond platzierten Retroreflektoren entwickelt und 1969 mit den Apollo-Missionen umgesetzt. Durch genaue Messung der Laufzeit von Laserimpulsen lassen sich Entfernungen Erde–Mond bis auf Millimeter bestimmen. Die Beobachtungen liefern präzise Messdaten zur Gezeitenreibung, zur Bahn und Rotation des Mondes, zur inneren Struktur des Mondes und zum Test der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Zahlen & Fakten
9., 10. und 11. Mai 1962
Erste Versuche von Smullin und Fiocco, optische Echos vom Mond zu empfangen.
21. Juli 1969
Datum der Apollo‑11‑Landung, bei der Reflektoren auf dem Mond installiert wurden.
1. August 1969
Erfolgreiche erste Registrierung eines Laserechos von einem auf dem Mond platzierten Reflektor nach einem fehlgeschlagenen ersten Versuch.
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400.000 Kilometer
Ungefähre Entfernung zwischen Erde und Mond, über die die Laserstrahlen gesendet werden.
6,5 Kilometer
Ungefähre Durchmesser des Laserstrahls beim Eintreffen auf der Mondoberfläche aufgrund von Divergenz.
4 cm
Durchmesser einzelner Tripelprismen in den auf Apollo‑Missionen mitgeführten Reflektoren.
1–5 Photonen
Typische Anzahl der Photonen, die nach einem Laserpuls von der Erde an einem Teleskop wieder detektiert werden.
3,8 cm pro Jahr
Gemessene jährliche Zunahme der mittleren Entfernung zwischen Erde und Mond (Gezeitenbedingte Abnahme der Erdrotation).
1970
Jahr der Landung von Lunochod 1 mit einem kleinen Reflektor auf dem Mond.
1973
Jahr der Landung von Lunochod 2 mit einem kleinen Reflektor auf dem Mond.
Themen & Erkenntnisse
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