Hartmut Rosa warnt, dass die zunehmende Tendenz zum Vollziehen von Regeln, Algorithmen und Protokollen Handlungsspielräume, Urteilskraft und Selbstwirksamkeit verkürzt und damit Lebensfreude und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit bedroht.
Im Gespräch mit Olivia Röllin erklärt Hartmut Rosa den Unterschied zwischen situationsbezogenem Handeln und konstellativem Vollziehen von Vorgaben. Er zeigt anhand zahlreicher Alltagsexempel (Navi, Thermomix, VAR, Pflege, Lego) wie Technik und Bürokratie Menschen von handelnden zu vollziehenden Akteurinnen und Akteuren machen. Rosa diskutiert die Gründe dieser Entwicklung, ihre Folgen für Berufsgruppen und psychische Gesundheit sowie mögliche Gegenstrategien, etwa vertrauensbasierte Spielräume und institutionelle Aufsicht.
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OOlivia RöllinHOST
Olivia Röllin führt durch das Interview als Moderatorin der SRF-Sendung; sie stellt Fragen, ordnet Themen ein und leitet das Gespräch mit Hartmut Rosa. Im Transkript agiert sie als Gesprächsführerin, bringt Beispiele ein und moderiert die Reihenfolge der Themen.
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Hartmut Rosa, Soziologe und Autor, erläutert in der Sendung seine Unterscheidung zwischen Situationen und Konstellationen sowie die Folgen des Übergangs vom Handelnden zum Vollziehenden. Er bringt zahlreiche Alltags‑, Berufs‑ und Politikbeispiele, diskutiert mentale Gesundheitsfolgen und schlägt institutionelle sowie kulturelle Gegenmaßnahmen vor. Im Gespräch nennt er eigene Erfahrungen (z. B. Schülerakademie, Interesse an Astronomie) und lebt an der Schweizer Grenze.
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