Ein 300-seitiger Versroman nutzt strenge Reimform und Sprachmelodie, um eine moderne kalifornische Gesellschaftserzählung lebendig zu tragen; die deutsche Übersetzung funktioniert eigenständig, verliert aber etwas vom englischen Drive.
Die Folge stellt den ungewöhnlichen Versroman Golden Gate vor, der in den 1980er Jahren in San Francisco spielt und die Lebenswelt junger Berufstätiger schildert. Die Form orientiert sich an Puschkins Eugen Onegin und folgt strikt einem Sonett-ähnlichen Reimschema, das dem Text Rhythmus und Sog verleiht. Gleichzeitig wird die Schwierigkeit der Übertragung ins Deutsche diskutiert: Die Übersetzung ist bewundernswert und lesbar, wirkt aber stellenweise schwerfälliger und künstlicher als das Original.
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