Narzissmus ist Ausdruck einer existenziellen Leere: echter Selbstwert entsteht durch leibliche Erfahrung, nicht durch Spiegelung in Bild, Image oder Blicken anderer.
Die Folge bespricht das Buch »Das unersättliche Selbst« und dessen interdisziplinär-phänomenologischen Zugang zur Analyse narzisstischer Subjektivität. Statt populärpsychologischer Erklärungen betonen die Autoren, dass Narzissmus aus einem Mangel an leiblich verankertem Selbstgefühl resultiert, der in frühkindlichen Erfahrungen von Wärme und Berührung wurzelt. Die Analyse reicht von individuellen psychischen Strukturen bis zu gesellschaftlichen Faktoren wie Kapitalismus und sozialen Medien und endet in ethischen und praktischen Anregungen für ein Sein statt Haben.
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