SWR Kultur lesenswert – Literatur
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Opferkultur und die Dramatisierung von Verletzlichkeit: Maria-Sibylla Lotters Sachbuch „Opfer“ | Buchkritik

16. Juni 2026 · 4 Min.

Die öffentliche Dramatisierung von Verwundbarkeit hat eine 'Opferkultur' entstehen lassen, die zwar Schutzbedürfnisse sichtbar macht, aber zugleich sakralisiert, manipulationsanfällig und konflikterzeugend ist.

Das Buch „Opfer. Über Verwundbarkeit als Selbstbild“ untersucht, wie sich Gewalt- und Opferbegriffe erweitert haben und neue Formen wie digitale Gewalt in den Blick gerückt sind. Es konstatiert die Herausbildung einer Opferkultur, die legitime Schutzansprüche sichtbar macht, aber auch zur Überhöhung und Instrumentalisierung von Verletzlichkeit führt. Diese Sakralisierung erschwert wissenschaftliche sowie juristische Standards und erhöht das Konfliktpotenzial in gesellschaftlichen Debatten. Zudem werden Folgen wie Trigger-Warnungen, Woke-Sprachregelungen und eine Verschiebung von Machtkritik zu Moralüberwachung diskutiert.

Rubriken

Themen & Erkenntnisse

Erweiterung von Gewalt- und Opferbegriffen · ab 00:47
These: Entstehung und Ambivalenz einer Opferkultur · ab 00:55
Konkrete Beispiele und gesellschaftliche Folgen · ab 01:49

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.