Sprich, Apfelbaum, sprich: „Nelka“ von Svenja Leiber
21. Juni 2026 · 4 Min.
Ein Roman schildert die Rückkehr einer ehemaligen Zwangsarbeiterin und beleuchtet das ambivalente Machtverhältnis zwischen Opfer und Täter.
Die Folge bespricht einen Roman über eine verschleppte junge Frau, die 1941 aus der Ukraine nach Deutschland gebracht und als Zwangsarbeiterin auf einem Gutshof eingesetzt wurde. Ihr spezialisiertes Wissen über Apfelanbau verschaffte ihr eine privilegierte Stellung bei einem Gutshofverwalter. Die Rezension lobt die recherchierten Details und die psychologische Nuancierung, die die Beziehung zwischen Täter und Opfer differenziert darstellt. Abschließend betont die Kritik, dass die Rückkehr eher der Lebenswiedergewinnung als einer klaren Aussprache dient.
Zahlen & Fakten
1941
Jahr, in dem die 16-jährige Ukrainerin verschleppt wurde.
16-jährige
Alter der verschleppten Frau bei ihrer Deportation.
4 Jahre
Dauer, die Nelka ursprünglich unfreiwillig auf dem Hof verbrachte (als ausgeschriebene Angabe im Text: 'vier Jahre').
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Anfang der 90er Jahre
Zeitpunkt, zu dem die ehemalige Zwangsarbeiterin in die Gegend ihres früheren Aufenthalts zurückkehrt.
77-jährigen
Alter des Mannes Martin bei der Rückkehr der Frau, dessen Reaktion als wütende Hilflosigkeit beschrieben wird.
Themen & Erkenntnisse
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