SWR Kultur lesenswert – Literatur
Zen, Zorn und Zeitgeist: Kathrin Fischers „Achtsam geht die Welt zugrunde“
18. August 2026 · 4 Min.
Achtsamkeitspraktiken werden als individuelle Beruhigungsstrategie der Mittelklasse dargestellt, die strukturelle Probleme und politische Ohnmacht nicht lösen.
Die Folge fasst einen polemischen Essay zusammen, der Achtsamkeit als Ideologie kritisiert: Praktiken wie Meditation, Apps und Dankbarkeitsrituale würden der Mittelklasse ermöglichen, sich innerlich zu retten statt gesellschaftliche Missstände zu bekämpfen. Die Meditationsindustrie erscheint dabei als mit dem neoliberalen System verstrickt und als Ablenkung von strukturellen Problemen. Statt kollektiven politischen Handelns propagiert die Kritik, Wut besser als Motor für Veränderung zu nutzen.
Themen & Erkenntnisse
Kritik an Achtsamkeit als Ideologie · ab 00:20
Kommerzialisierung und Meditationsangebote · ab 00:57
Achtsamkeit löst keine strukturellen Probleme (Beispiel Wohnraum) · ab 01:10
Soziale Isolation, Narzissmus und Klassenabgrenzung
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