Am 14. September 2006 wurden in Dresden erstmals seit 1940 wieder Rabbiner in Deutschland ordiniert – ein sichtbares Zeichen für den Wiederaufbau jüdischen Lebens trotz anhaltender Ausbildungsengpässe.
Nach dem Ende der Naziherrschaft war jüdisches Leben in Deutschland nur langsam wiederaufzubauen; anfänglich mussten Rabbiner aus dem Ausland kommen, weil es hier keine Ausbildungsstätte gab. Die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion vergrößerte und diversifizierte die Gemeinschaft, wodurch der Bedarf an Rabbinern deutlich stieg. Am 14. September 2006 ordnete das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam erstmals seit 1940 wieder Rabbiner in Deutschland, gefeiert in Dresden. Die Zahl der Absolventen (nur 2–3 pro Jahr) deckt den Bedarf der etwa 100 Gemeinden bislang nicht.
Zahlen & Fakten
14. September 2006
Datum der ersten Rabbiner-Ordination in Deutschland seit 1940, durchgeführt in Dresden.
1940
Jahr der letzten vor dem Zweiten Weltkrieg datierten Rabbiner-Ordination in Deutschland vor der Zeremonie 2006.
100
Ungefähr 100 jüdische Gemeinden in Deutschland, die dringend neue Rabbiner benötigen.
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2–3
Anzahl der Rabbiner, die das Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam pro Jahr verlassen (nur 2–3 Absolventen jährlich).
36
36 Jahre – Alter von Tom Kutschera, einem der ordinierten Rabbiner.
47
47 Jahre – Alter von Daniel Alter, einem der ordinierten Rabbiner.
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