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Gerhard Schröder verknüpft Bundeswehreinsatz in Afghanistan mit Vertrauensfrage | 6.11.2001

7. September 2026 · 6 Min.

Die Bundesregierung geriet im November 2001 wegen der Entscheidung über eine mögliche Beteiligung deutscher Soldaten an US-geführten Militäroperationen in Afghanistan in eine Regierungskrise.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 forderten die USA internationale Unterstützung; die Bitte um deutsche Truppen führte zur Zerreißprobe der rot-grünen Koalition. Bundeskanzler Gerhard Schröder betonte Solidarität und band die Zustimmung an eine Vertrauensfrage. Parlamentarisch fiel zunächst eine knappe Mehrheit, später stimmte der Bundestag auch einer ISAF-Beteiligung zu.

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Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Ankündigung der US-Anfrage und politische Zerreißprobe · ab 00:30
Konkrete Anforderungsdetails der US-Regierung · ab 02:27
Einschätzung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr · ab 03:16
Parlamentarisches Verfahren und Regierungserklärung · ab 04:13
Vertrauensfrage und spätere Parlamentsentscheidungen · ab 05:02

Wer spricht

G
Gerhard SchröderGAST

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) der rot-grünen Regierung; im Beitrag macht er die Bitte der US-Regierung öffentlich, betont Deutschlands Solidarität mit den USA und verbindet die Zustimmung zur Bundeswehreinsatzfrage mit einer Vertrauensfrage im Parlament.

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A
Angelika BärGAST

Angelika Bär, Verteidigungsexpertin der Grünen; im Beitrag äußert sie grundsätzliche Vorbehalte gegen einen Militäreinsatz der Bundeswehr und beschreibt die innerparteilichen Debatten über mögliche Bombardierungs- und Einsatzoptionen.

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A
Angela MerkelGAST

CDU-Chefin Angela Merkel; im Beitrag bekräftigt sie die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands mit den USA und erklärt, dass schwierige parlamentarische Beschlüsse mitgetragen werden müssten.

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H
Hans-Jochen VogelGAST

Der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel; im Beitrag im Deutschlandfunk bezeichnet er die Entscheidung als besonders schwierig, hält aber eine Beteiligung der Bundeswehr für notwendig, um weitere Angriffe zu verhindern.

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K
Klaus ReinhardtGAST

Ehemaliger General und KV-Kommandant Klaus Reinhardt; im Beitrag warnt er vor den praktischen und strukturellen Grenzen der Bundeswehr für Einsätze auf fremdem Territorium, betont fehlende Ausbildung, Ausrüstung und die andere Dimension gegenüber Friedensmissionen.

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B
Britta GeldschlägerGAST

Britta Geldschläger, namentlich auftretende Stimme im Beitrag; sie führt den 'militärischen Wunschzettel' der USA auf und nennt die angefragten Kontingente und Einsatzaufgaben (ABC-Erkennung, Evakuierung, Spezialkräfte, Lufttransport, Seestreitkräfte).

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