Die teure Epidemie – Wie Long COVID und ME/CFS die Gesellschaft belasten
18. August 2026 · 29 Min.
Long Covid und ME/CFS betreffen rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, verursachen großes Leid und führen zu hohen gesellschaftlichen Kosten; Forschung, Versorgung und politische Anerkennung müssen deutlich ausgebaut werden.
Die Folge schildert Symptome und Alltagseinschränkungen von Long Covid und ME/CFS, präsentiert Schätzungen zur Prävalenz und ökonomischen Belastung und diskutiert Versorgungs‑ und Forschungsdefizite. Experten erklären mögliche immunologische Mechanismen, Betroffene berichten von schwerer Erschöpfung und Reizintoleranz, und politisch wurden erste Förderprogramme angekündigt — dennoch besteht erheblicher Handlungsbedarf.
Zahlen & Fakten
1,5 Millionen
Geschätzte Anzahl Menschen in Deutschland mit Long Covid oder ME/CFS (ME‑CFS Research Foundation & Risk Layer)
63,1 Milliarden €
Geschätzte gesellschaftliche Kosten durch Long Covid und ME/CFS in Deutschland im Jahr 2024 (Berechnung ME‑CFS Research Foundation & Risk Layer)
64,4 Milliarden €
Geschätzte gesellschaftliche Kosten für das Jahr 2025 laut derselben Berechnung
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
500 Millionen €
Volumen des Forschungs‑ und Versorgungsprogramms der Bundesregierung (nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen, 2026)
1,8 %
Anteil der Versicherten der AOK, 2020–2023 wegen Long‑Covid/chronischer Erschöpfung krankgeschrieben
1 Milliarde €
Nennung von Karl Lauterbach als geschätzter Mindestbedarf an Forschungsgeldern zur Erforschung von ME/CFS
657.000
Anzahl ME/CFS‑Fälle in Deutschland im Jahr 2026 (inkl. post‑Covid‑Fälle), laut ME‑CFS Research Foundation
757.000
Personen mit Long‑Covid ohne ME/CFS in der Schätzung der ME‑CFS Research Foundation
400.000
Geschätzte Anzahl der ME/CFS‑Fälle in Deutschland vor der Pandemie
37 Tage
Durchschnittliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit wegen Long‑Covid/chronischer Erschöpfung laut AOK (Mittelwert 2020–2023, ohne akute Corona‑Infektion)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieME‑CFS Research Foundation (Erhebung zur Zahl der Betroffenen und Kostenberechnung)
• StudieDeutsche Gesellschaft für Neurologie (Stellungnahme 2025 zum Forschungsstand und Empfehlungen)
• Bundesregierung (2026: Forschungs‑ und Versorgungsprogramm 'nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen', Volumenangabe)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RedeKarl Lauterbach (Aussage im Interview: mindestens eine Milliarde Euro zur Erforschung von ME/CFS nötig)
Wer spricht
JJörg HeideckeGAST
Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen ME‑CFS Research Foundation; erläutert in der Folge die Erhebungen zur Zahl der Betroffenen und die ökonomischen Berechnungen sowie methodische Aspekte der Modellierung (Monte‑Carlo‑Simulation).
Alle Auftritte von Jörg Heidecke →CCarmen ScheibenbogenGAST
Carmen Scheibenbogen ist Ärztin und Professorin für Immunologie an der Charité; sie forscht seit rund 20 Jahren zu ME/CFS, analysiert Biomarker, leitet eine Studienkohorte (rund 500 Patientinnen und Patienten) und untersucht Immunprofile, Autoantikörper sowie Durchblutungs‑ und Stoffwechselveränderungen.
Alle Auftritte von Carmen Scheibenbogen →BBernhard SchieferGAST
Leitet die Long‑Covid‑Ambulanz an der Universitätsklinik Marburg; berichtet über die Überlastung spezialisierter Zentren, die diagnostischen Herausforderungen, die Vielfalt der Symptome und fordert einen multidisziplinären Versorgungs‑ und Forschungsansatz.
Alle Auftritte von Bernhard Schiefer →KKarl LauterbachGAST
Ehemaliger Bundesgesundheitsminister; kritisiert das bislang zu geringe Forschungsengagement, schätzt den zusätzlichen Finanzbedarf zur Erforschung von ME/CFS und erklärt ökonomische Gründe, weshalb die Pharmaindustrie bislang wenig in diesen Bereich investiert.
Alle Auftritte von Karl Lauterbach →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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