Künstliche Intelligenz kann inzwischen mathematische Beweise finden und formal prüfen, ersetzt aber nicht den sozialen, kommunikativen und beurteilenden Prozess, der Mathematik als menschliche Praxis ausmacht.
Die Folge beschreibt, wie KI-Modelle zunehmend in der Lage sind, Beweise zu finden, in Alltagssprache darzustellen und formal zu verifizieren, gleichzeitig aber an der höchsten Stufe mathematischer Forschung — der Kanonisierung und der sozialen Bewertung von Ergebnissen — scheitern. Besprochen werden Chancen für Forschung und Lehre, aber auch Risiken wie die Verflachung des Lernens und eine verstärkte digitale Kluft. Expertinnen und Experten plädieren für klare Kennzeichnung von KI‑Einsatz, bewährte wissenschaftliche Standards und eine stärkere Einbindung menschlicher Beurteilung.
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