Viele Sprachen weltweit teilen bestimmte Laut‑ und Bedeutungsmuster (zum Beispiel das 'm' in 'Mama'), weil menschlicher Sprechapparat, frühkindliches Brabbeln und kognitive Muster Sprachformen begünstigen.
Der Linguist Johann Matthies List erläutert, dass Lautuniversalien wie das nasale 'm' für 'Mama' aus körperlichen und entwicklungsbedingten Gründen häufig entstehen: Babys brabbeln solche Laute früh. Zugleich zeigt er, wie Sprachvergleich mithilfe standardisierter Lautschriften, großen Datenbanken und Methoden aus der Bioinformatik systematisch untersucht wird. Er betont aber auch Grenzen: Zufall, Entlehnung, Lücken in Daten und die begrenzte zeitliche Rückverfolgbarkeit von Wörtern.
Zahlen & Fakten
7.500
Von Johann Matthies List genutzte Datenbank listet ungefähr 7.500 aktuell dokumentierte Sprachen weltweit.
300
Johann Matthies List nennt circa 300 Sprachfamilien als gängige Klassifikationsgröße.
90
Johann Matthies List spricht von etwa 90 Sprachen, die bislang nicht zugeordnet werden konnten.
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
20.000 Jahre
Johann Matthies List nennt, dass lexikalische Wortvergleiche in der Sprachwissenschaft höchstens rund 20.000 Jahre zuverlässig zurückreichen.
100.000 Jahre
Johann Matthies List nennt die Annahme, dass Sprache bereits vor etwa 100.000 Jahren gesprochen wurde.
80.000 Jahre
Johann Matthies List bezeichnet die Zeitspanne von ungefähr 80.000 Jahren als die Lücke zwischen älterer Sprachentstehung und der maximalen Rekonstruktionsreichweite.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Société de Linguistique de Paris (Statut von 1876 zur Selbstverpflichtung, nicht über Ursprachen zu spekulieren)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
JJulia NestlenHOST
Moderatorin, die die Folge leitet und das Gespräch mit Johann Matthies List führt; führt durch Einstiege und Verweise auf weiterführende Folgen des SWR2-Wissen‑Formats.
Alle Auftritte von Julia Nestlen →JJohann Matthies ListGAST
Linguist und Professor an der Universität Passau; hat vergleichende Sprachwissenschaften, Rossistik und Sinologie studiert. In der Folge erklärt er sprachliche Universalien (z. B. das 'm' in 'Mama'), spricht über Datengrundlagen mit etwa 7.500 dokumentierten Sprachen, die Standardisierung von Lautschriften, adaptierte Methoden aus der Bioinformatik sowie über die zeitlichen Grenzen linguistischer Rekonstruktionen und laufende ERC‑geförderte Forschungsfragen.
Alle Auftritte von Johann Matthies List →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.