Die Verurteilung und jahrzehntelange Inhaftierung beruhen hauptsächlich auf widersprüchlichen, mehrfach widerrufenen Geständnissen, während mögliche entlastende Spuren auf einen anderen Täter nie konsequent verfolgt wurden.
Die Folge zeichnet den Fall eines Angeklagten nach, der 1972 wegen eines Doppelmords verurteilt wurde, obwohl es keine eindeutigen Spuren oder Tatwaffe gab und die Geständnisse mehrfach widerrufen wurden. Jahrzehntelang saß der Verurteilte in Haft; erst nach einem Teilerfolg vor dem Bundesverfassungsgericht wurde seine Freilassung 2023 auf Bewährung möglich. Parallel werden Hinweise auf einen potentiell anderen, gewalttätigen Täter und Versäumnisse der Ermittlungsbehörden analysiert.
Zahlen & Fakten
12.04.1970
Datum der Nacht, in der die beiden Frauen ermordet wurden
17.000 DM
Belohnung auf einem Flyer zur Ermittlung des Doppelmords
1972
Jahr des Gerichtsverfahrens und des Schuldspruchs (lebenslange Haft)
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1984
Jahr eines weiteren Doppelmords mit möglichen Parallelen zur Waffe
53 Jahre
Zeit, die der Verurteilte bis zu seiner Entlassung 2023 in Haft verbrachte
80 Jahre
Alter des Verstorbenen zum Zeitpunkt seines Todes (im Oktober 2025)
20 Jahre
Anhaltswert für die durchschnittliche Dauer einer deutschen lebenslangen Haftstrafe
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