Die Verurteilung und jahrzehntelange Inhaftierung beruhen hauptsächlich auf widersprüchlichen, mehrfach widerrufenen Geständnissen, während mögliche entlastende Spuren auf einen anderen Täter nie konsequent verfolgt wurden.
Die Folge zeichnet den Fall eines Angeklagten nach, der 1972 wegen eines Doppelmords verurteilt wurde, obwohl es keine eindeutigen Spuren oder Tatwaffe gab und die Geständnisse mehrfach widerrufen wurden. Jahrzehntelang saß der Verurteilte in Haft; erst nach einem Teilerfolg vor dem Bundesverfassungsgericht wurde seine Freilassung 2023 auf Bewährung möglich. Parallel werden Hinweise auf einen potentiell anderen, gewalttätigen Täter und Versäumnisse der Ermittlungsbehörden analysiert.
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