Familienstiftungen können Vermögen langfristig kontrollieren und vor Risiken wie Erbschaftssteuer, Scheidung oder Wegzug schützen — sie sind aber komplex, kostenintensiv und in vielen Fällen nicht die beste Lösung.
Im Gespräch erläutert Sascha Drache seinen Weg vom Finanzverkäufer, der Vermögen verlor, zum Stiftungsberater, der über 800 Stiftungen begleitet. Er erklärt, wann gemeinnützige Stiftungen steuerlich sinnvoll sind, warum Familienstiftungen als Holding-Alternative dienen und welche steuerlichen Regeln (Erbschaftssteuer, Erbersatzsteuer, Wegzugsbesteuerung) zu beachten sind. An konkreten Beispielen — Stiftungskapital, Satzungsgestaltung, Immobilien und Betriebsaufspaltung — zeigt Drache Fallstricke und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Host Ben moderiert den dreistündigen Deep Talk und zieht praxisnahe Schlüsse für Unternehmer.
Saschas früher Werdegang und Wendepunkt · ab 02:03: Drache berichtet vom Wechsel vom Finanzverkäufer zum Stiftungsberater nach persönlichen und Kundenverlusten.
Gründung einer gemeinnützigen Stiftung: Motivation und Steuerwirkung · ab 10:16: Motivation für eine gemeinnützige Stiftung, steuerliche Effekte und praktische Kontrollen durch Finanzamt und Aufsicht.
Familienstiftung als Alternative zur GmbH-Holding · ab 41:53: Familienstiftungen vs. GmbH‑Holding: Kontrolle statt Besitz, Schutzmechanismen und Holding‑Gestaltungen.
Stiftungskapital, Satzungszweck und Rolle der Stiftungsaufsicht · ab 01:00:03: Keine feste Mindesthöhe: Anerkennung hängt von Zweck, erwarteten Erträgen und Lebensfähigkeitsprognose ab.
Erbersatzsteuer, Wegzugsbesteuerung und Vermögensschutz · ab 01:16:16: Ersatzerbschaftssteuer (30‑Jahres‑Modell), Wegzugsbesteuerung und wie Stiftungen als Vermögensschutz eingesetzt werden.
Destinatäre, Freibeträge und Ausschüttungsstrategien für Kinder · ab 01:53:12: Wie Destinatäre definiert werden, welche Freibeträge gelten und wie Ausschüttungen steuerlich gestaltet werden können.
Immobilien, Paragraf 23 und steuerliche Besonderheiten · ab 02:33:47: Steuern und Immobilien: 10‑Jahres‑Regel (§23), Verkauf an die Stiftung, Finanzierung und Erbschaftsprobleme.
Betriebsaufspaltung, Verwaltungsvermögen und Sozialversicherung: Betriebsaufspaltung und Verwaltungsvermögen: Risiken für Steuerprivilegien und Sozialversicherungspflichtige Stellung.
Satzung, Governance und praktische Gestaltungsfallen: Gestaltung der Satzung und Governance; Balance zwischen Rechtsicherheit und Flexibilität sowie häufige Fehler.
Fazit und Schlüsselaussage: Strukturen schaffen, bevor man sie braucht · ab 03:09:58: Früh planen: Stiftungen sind nützlich, aber komplex — Beratung und klare, flexible Satzungen sind entscheidend.
Wer spricht
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Sascha DracheGAST
Ehemals Finanzdienstleister, der durch verlustreiche Beteiligungsprodukte geprägt wurde; gründete später eine eigene Bildungsstiftung (rund 1 Mio. € Einlage), wurde Stiftungsmanager und -berater, bietet seit mehreren Jahren professionelle Beratung an und hat zahlreiche Familienstiftungen begleitet.