Vor 200 Jahren entwickelte eine ehemalige Nonne das Rezept für den Klosterfrau Melissengeist; dank professioneller Vermarktung wurde daraus eine bis heute bestehende Marke.
In dem Gespräch erklärt die Kölner Journalistin Petra Pluwatsch die Lebensgeschichte der Nonne Maria Clementine Martin, die 1825 in Köln mit dem Melissengeist ins Geschäftsleben einstieg. Pluwatsch berichtet von archivalischer Recherche, frühen Werbeanzeigen, dem Einsatz von Vertrauenssymbolen wie dem Preußenadler und der Geheimhaltung des Rezepts mit 13 Kräutern. Die Folge zeichnet nach, wie aus dem Produkt das Unternehmen Klosterfrau und später die Klosterfrau Healthcare Group wurde, die heute rund 1500 Mitarbeitende beschäftigt. Ebenfalls thematisiert werden Nachfolgefragen, Konflikte um Erben sowie die Aufarbeitung der NS-Zeit im Unternehmensarchiv.
Zahlen & Fakten
79 %
Alkoholgehalt des unverdünnten Klosterfrau Melissengeists
5 %
Ungefährer Anteil der Melissengeist-Verkäufe am Gesamtumsatz des Unternehmens (heutige Angabe)
200 Jahre
Zeitraum seit Einführung des Klosterfrau Melissengeists (historische Einordnung)
Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
1500
Anzahl der heutigen Mitarbeitenden der Klosterfrau Healthcare Group
160 Taler
Jährliche Pension, die Maria Clementine Martin vom Preußenkönig erhielt
13
Anzahl der Kräuter/Zutaten, die im Rezept des Melissengeists genannt werden
5. Mai 1775
Geburtsdatum von Maria Clementine Martin
9. August 1843
Sterbedatum von Maria Clementine Martin
1825
Jahr, in dem Maria Clementine Martin in Köln ins Geschäftsleben einstieg
15. August 1826
Datum der ersten in der Folge erwähnten Anzeige für das Melissenwasser
1829
Jahr, in dem Martin die Erlaubnis erhielt, den preußischen Adler aufs Etikett zu setzen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchKlosterfrau, eine Nonne erobert die Welt (Buch von Petra Pluwat und Martin Oehlen)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
PPetra PluwatschGAST
Kölner Journalistin, die umfangreich zu Maria Clementine Martin und dem Klosterfrau Melissengeist recherchiert hat. Sie arbeitete mit Archivmaterial (Firmenarchiv, Stadtarchiv Köln, Geheimstaatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Landesarchiv NRW), führte Vorort-Recherchen in Brüssel, Jever und Köln durch und publizierte ihre Erkenntnisse in einem Buch in Zusammenarbeit mit Peter Oehlen.
Alle Auftritte von Petra Pluwatsch →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.