Die Psychologisierung des Alltags erleichtert Enttabuisierung und Hilfesuche, führt aber auch zu Fehlinformationen, möglichen Fehldiagnosen und Belastungen für Beziehungen und das Gesundheitssystem.
Die Folge untersucht, wie therapeutische Begriffe und Diagnosen durch Social Media, persönliche Berichte und öffentliche Debatten in den Alltag einsickern. Das macht psychische Probleme sichtbarer und senkt Scham — zugleich entstehen Risiken wie Selbstdiagnosen, Aufweichung von Kriterien, Konkurrenz unter Betroffenen und unrealistische Erwartungen an Therapie. Es kommen Betroffene, Selbsthilfevertreter:innen, Soziolog:innen und Psychotherapeuten zu Wort, die Chancen und Grenzen dieser Entwicklung abwägen.
Zahlen & Fakten
knapp 18 Millionen
Anzahl der Menschen in Deutschland mit einer psychischen Erkrankung pro Jahr (laut Deutscher Gesellschaft für Psychiatrie etc.).
fast 28%
Anteil der Bevölkerung, der jährlich von psychischen Erkrankungen betroffen ist (Angabe der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie etc.).
nicht einmal 20%
Anteil der betroffenen Gruppe, der tatsächlich Kontakt zu Behandlerinnen und Behandlern aufnehmen würde (laut Erwähnung im Beitrag).
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Zahl der jährlichen Neudiagnosen von 2015 bis 2024 fast verdreifacht
Entwicklung der jährlichen Neudiagnosen von ADHS bei Erwachsenen in Deutschland (Angabe des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung).
26 von 10.000
Anzahl der erwachsenen Personen pro Jahr in Deutschland, die eine ADHS-Diagnose erhalten (laut Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung).
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• BuchLaura Wiesböck: »Digitale Diagnosen – Psychische Gesundheit als Social-Media-Trend«
• BuchHolger Richter: »Jenseits der Diagnosen – Fallstrecke der Psychotherapie«
• BuchThorsten Pattberg: »Die Depressionsfalle«
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• StudieDeutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (genannte Angabe zu jährlichen Fallzahlen psychischer Erkrankungen)
• StudieZentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Angabe zur Entwicklung der ADHS-Neudiagnosen 2015–2024 und zur Häufigkeit von ADHS-Diagnosen)
Wer spricht
MMarkus LatongHOST
Autor und Sprecher dieses Beitrags in der Reihe ›Lebenszeichen‹; recherchiert und präsentiert Interviews und Analysen zur Psychologisierung des Alltags.
Alle Auftritte von Markus Latong →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.