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Ein großes Herz für Freund und Feind in Not: CARE-Pakete

6. Juni 2026 · 14 Min.

CARE‑Pakete aus den USA linderten unmittelbar Hunger in Nachkriegs‑Europa und wurden in Deutschland zum starken Symbol humanitärer Hilfe und eines möglichen Neuanfangs.

Die Folge skizziert die dramatische Notsituation in Europa nach 1945, die Gründung der Hilfsorganisation CARE und die ersten Transporte von CARE‑Paketen aus den USA. Sie zeigt, wie die Pakete sowohl materielle Hilfe als auch ein emotionales Zeichen der Solidarität und Hoffnung für Hungernde darstellten. Zugleich wird die spätere Entwicklung von CARE thematisiert: Organisation, Neutralität, unterschiedliche Pakettypen und die anhaltende globale Notlage.

Zahlen & Fakten

10 Mio.

Anzahl CARE‑Pakete, die in der Folge in die USA‑Besatzungszone Deutschland geschickt wurden

100 Mio.

Anzahl CARE‑Pakete, die insgesamt nach Westeuropa verschickt wurden

12,8 Kilogramm

Brotzuweisung pro Monat für einen Normalverbraucher, März 1946

Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigen

6,4 Kilogramm

Brotzuweisung pro Monat, April 1946 (verringerte Ration wegen Engpässen)

15.000

erste CARE‑Pakete, die im April 1946 in Philadelphia auf ein Schiff verladen wurden

100

Anzahl der CARE‑Pakete, die US‑Präsident Truman persönlich kaufte und spendete

35.700

Anzahl Pakete an Bord des ersten Frachters, der am 15. Juli in Bremerhaven anlegte

14.000 Tonnen

Gewicht des Frachters ‚Golden Light‘, der Hilfsgüter nach Bremen brachte

15 Frachter pro Monat

Anzahl der Frachter, die inzwischen monatlich Bremen erreichen und Pakete liefern

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Nachkriegsnot und Rationierung · ab 00:30
Gründung von CARE und erste Transporte · ab 07:04
Wirkung, Umfang und Entwicklung von CARE · ab 11:52

Quellen

Memorandum des britischen War Office (Dezember 1944) – Empfehlung zur Rationierung und Kontrolle der Lebensmittelversorgung

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

K
Kerstin BandsommGAST

Leiterin Kommunikation bei Care Deutschland; zeigt im Beitrag Archivmaterial zu frühen CARE‑Paketen (z. B. Dosenkakao, Milchkonserven) und erklärt deren Inhaltszusammensetzung und Bedeutung für Empfänger.

Alle Auftritte von Kerstin Bandsomm
T
Thorsten SmitGAST

Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte in Bonn; erläutert, dass frühe CARE‑Pakete oft aus Soldatenrationen bestanden und zeigt Exponate aus der Dauerausstellung.

Alle Auftritte von Thorsten Smit
R
Ruth MüllerGAST

Zeitzeugin; erinnert sich an den Alltag nach dem Krieg, erzählt eindrücklich von täglichen Brotportionen, dem Aushalten von Hunger und der Vorsicht beim Einteilen der knappen Nahrungsmittel.

Alle Auftritte von Ruth Müller
G
Georges ZelzèreGAST

KZ‑Überlebender, der in einem historischen Film seine 1942 tätowierte Identifikationsnummer zeigt; beschreibt, wie das Empfangen eines CARE‑Pakets 1946 seinen Glauben an die Menschheit erneuerte.

Alle Auftritte von Georges Zelzère
K
Karl Otto ZentlGAST

Generalsekretär von CARE Deutschland; spricht über die Entwicklung von CARE zur internationalen Hilfsorganisation, die Vielfalt der Pakettypen und die aktuellen Herausforderungen in Krisenregionen.

Alle Auftritte von Karl Otto Zentl
F
Franz MünteferingGAST

SPD‑Politiker (Jahrgang 1940); erinnert sich an Kindheitserfahrungen in der Nachkriegszeit mit wenig Brot, kalten Wohnungen und fehlender Kohle und beschreibt so die Lebensumstände jener Zeit.

Alle Auftritte von Franz Müntefering

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