Christiania konnte durch einen staatlich abgesicherten Landankauf und die Gründung einer Stiftung erhalten bleiben, zahlte dafür aber mit teils neuen finanziellen Verpflichtungen, formalen Regeln und dem anhaltenden Kampf gegen den Drogenmarkt.
Die Reportage skizziert die Entstehung der Freistaat Christiania (seit 1971) als selbstverwaltete Kommune mit kollektivem Besitz und Konsensprinzipien. Sie beleuchtet die jahrelangen Konflikte um offene Drogengeschäfte in der Pusher Street, die Kriminalität und staatliche Räumungsdrohungen. Schließlich schildert sie den juristischen Kampf und die Entscheidung, Teile des Geländes für gut 10 Millionen Euro über eine Stiftung zu kaufen — ein Kompromiss, den Anwalt Knut Volschak und Christianiterin Mette Prag mitgestalteten. Stimmen von Bewohnerinnen wie Nina und Irma Clausen zeigen Alltag, Ideale und Kosten dieses Experiments.
Zahlen & Fakten
gut 10 Millionen Euro
Kaufpreis für einen großen Teil des Geländes beim Entscheid des Plenums
10 %
Anteil der Kaufsumme, der durch eine "Volkeraktie" eingebracht wurde
11,4 Millionen Euro
Kosten für die Umgestaltung der ehemaligen Pusher Street
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
47
Flächengröße von Christiania in Fußballfeldern (Vergleich im Beitrag)
rund 900
Anzahl der Menschen, die in Christiania leben
10.000 Quadratmeter
Zielfläche für neuen, erschwinglichen Wohnraum in Christiania
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
IIrma ClausenGAST
Aus Deutschland stammende Gesprächspartnerin, die als Filmemacherin und Anthropologiestudentin in Christiania Kindergruppen leitete; berichtet, warum sie dort blieb, was sie lernte und warum sie später wegen Wohnkomforts teilweise nach außerhalb zog.
Alle Auftritte von Irma Clausen →KKnut VolschakGAST
Rechtsanwalt, seit den 1970er-Jahren mit Christiania beschäftigt; plädiert für pragmatische, rechtlich tragfähige Lösungen, schlug die Gründung einer Stiftung sowie Unterstützeranteile ("Volkeraktie") vor, um die Kommune langfristig zu sichern.
Alle Auftritte von Knut Volschak →MMette PragGAST
Christianiterin, beteiligt an den Erinnerungen und strategischen Entscheidungen der Gemeinschaft; sitzt gemeinsam mit Knut Volschak im Vorstand der Stiftung Freistaat Christiania und arbeitet an Umgestaltungs- und Wohnraumplänen.
Alle Auftritte von Mette Prag →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.