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Menschen im Zoogehege: Kölns vergessene "Völkerschau" 1931

12. Juni 2026 · 15 Min.

Im Juni 1931 zeigte der Kölner Zoo eine rassistische Völkerschau, in der Menschen aus Neukaledonien als angebliche „Kannibalen“ ausgestellt wurden.

Die Folge beschreibt, wie der Kölner Zoo im Sommer 1931 eine Völkerschau mit Angehörigen der Kanak aus Neukaledonien veranstaltete: Die Gruppe trat in einem nachgebauten Dorf auf, wurde als exotische Attraktion und angebliche Kannibalen beworben und zog zehntausende Besucher an. Presse, Politik und Wirtschaft unterstützten das Spektakel, während Kritik marginal blieb. Heute fehlt im Zoo weitgehend eine sichtbare Aufarbeitung dieser kolonialen Vergangenheit; Erinnerungsarbeit wird von Schulen und Nachfahren angemahnt.

Zahlen & Fakten

12. Juni 1931

Eröffnungsdatum der Völkerschau im Kölner Zoo

35

Anzahl der angereisten Darstellenden aus Neukaledonien (insgesamt)

32 Männer und 3 Frauen

Zusammensetzung der Gruppe nach Geschlecht, im Beitrag genannt

Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigen

22 Reismark

Monatliche Gage für die Darstellenden laut Vertrag

27.000

Höchste an einem Tag gemeldete Besucherzahl während der Schau

4 Wochen

Dauer der Völkerschau im Zoo (im Beitrag erwähnt)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Die Völkerschau im Kölner Zoo 1931 · ab 00:18
Öffentliche Reaktionen und politische Einordnung · ab 04:54
Erinnerung, Aufarbeitung und heutige Perspektiven · ab 11:55

Quellen

BuchKöln und der deutsche Kolonialismus – eine Spurensuche (im Beitrag als Buch genannt, Mitherausgeberin wird erwähnt)

ArtikelLokalanzeiger (Bericht und Beobachtungen zur Ausstellung der ‚Kannibalen‘ im Kölner Zoo 1931)

ArtikelOlexer Anzeiger (Zeitungsbericht, der die Schau als ‚gruselig‘ beschreibt und vor Ort-Reportagen veröffentlichte)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

J
Judith SchöneGAST

Lehrerin für Geschichte am Ursulinen-Gymnasium; sie hat die Geschichts- und Politikwerkstatt eingeführt, in der Schülerinnen und Schüler lokalhistorisch zur Kolonialgeschichte recherchieren und das Projekt zu den Völkerschauen im Kölner Zoo betreuten.

Alle Auftritte von Judith Schöne
A
Anna Schön-HengsbachGAST

Schülerin der Geschichts- und Politikwerkstatt am Ursulinen-Gymnasium, Jahrgangsstufe 9; sie forschte im Schulprojekt zum Thema ‚Zinitik, Exotik‘ und reflektiert über das Vergessen kolonialer Praxis und die Wirkung von Völkerschauen.

Alle Auftritte von Anna Schön-Hengsbach
S
Sophia RosarioGAST

Schülerin der Geschichts- und Politikwerkstatt am Ursulinen-Gymnasium, Jahrgangsstufe 9; beteiligt an der Recherche zu den Völkerschauen im Kölner Zoo und kommentiert Folgen wie die Verbreitung von Stereotypen, Sexualisierung und die Notwendigkeit von Erinnerung.

Alle Auftritte von Sophia Rosario
M
Marianne Bechers-GerstGAST

Mitherausgeberin des Buchs ‚Köln und der deutsche Kolonialismus – eine Spurensuche‘ und Professorin an der Universität Köln; sie erläutert in der Folge koloniale Kontinuitäten, die Rolle von Völkerschauen und die Bedeutung lokaler Erinnerungsarbeit.

Alle Auftritte von Marianne Bechers-Gerst

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.