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Nilpferd in Senfsauce: Was in den Kolonien auf den Teller kam

19. Juli 2026 · 15 Min.

Kolonialkochbücher zeigen, wie deutsche Frauen versuchten, die ‚deutsche‘ Küche in den Kolonien zu bewahren und dabei Ersatzzutaten nutzten; sie offenbaren zugleich alltäglichen Rassismus und koloniale Machtverhältnisse.

In diesem Beitrag beleuchtet Maren Gottschalk, wie seit 1906 Kolonialkochbücher koloniale Alltagspraxis und Ideologie transportierten. Dr. Regina Frisch erläutert, dass diese Bücher weniger exotische Rezeptvielfalt als vielmehr Anleitungen bieten, wie ‚deutsch‘ unter tropischen Bedingungen gekocht werden kann. Sie zeigen Ersatzstoffe, Umgang mit Dienstpersonal und Krankenkost und offenbaren so die Verflechtung von Haushaltsführung mit rassistischen und hierarchischen Strukturen.

Zahlen & Fakten

1906

Erscheinungsjahr des ersten deutschen Kolonialkochbuchs von Olga Rosenberg.

1913

Jahr, in dem Leonore Niesen-Daiters ihre Schrift ‚Die deutsche Frau im Auslande und in den Schutzgebieten‘ verfasste.

1907

Gründungsjahr des Frauenbundes der deutschen Kolonialgesellschaft, der Frauen in die Kolonien schicken sollte.

Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigen

25 und 35

Altersvorgabe (zwischen 25 und 35 Jahre) für Frauen, die in die Kolonien geschickt werden sollten.

5000

Bis zu 5000 Frauen lebten laut Beitrag in den deutschen Kolonien.

4

Angegeben: Antonie Brandeis veröffentlichte bis 1939 insgesamt vier Auflagen ihres ‚Kochbuch für die Tropen‘.

vierwöchentliche

Die im Beitrag erwähnte Postverbindung in den Kolonien erfolgte nur alle vier Wochen (als Zahl in Wörtern im Originalzitat).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Rubriken

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Frauen, Mission und Alltag in den Kolonien · ab 00:30
Kolonialkochbücher: Rezepte, Ersatzstoffe und Anspruch auf ‚Originalität‘ · ab 03:35
Küche, Dienstpersonal und koloniale Hierarchien · ab 08:01

Quellen

BuchKolonialkochbuch von Olga Rosenberg (1906)

BuchDie deutsche Frau im Auslande und in den Schutzgebieten von Leonore Niesen-Daiters (1913)

BuchKochbuch für die Tropen von Antonie Brandeis

Weitere 1 Quelle anzeigen

ArtikelZeitschrift ‚Kolonie und Heimat‘ (zitiertes Artikelzitat)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

M
Maren GottschalkHOST

Autorin der Folge. Sie erzählt die Reportage über Kolonialkochbücher und den Alltag deutscher Frauen in den Kolonien und führt durch historische Kontexte und Beispiele aus Quellen und Rezensionen.

Alle Auftritte von Maren Gottschalk

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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