Der Vatikan unterhielt 400 Jahre lang den Index Librorum Prohibitorum, eine Liste verbotener Bücher, die am 14.06.1966 aufgehoben wurde.
Die Folge skizziert Entstehung, Funktionsweise und Folgen des Index Librorum Prohibitorum und erklärt, wie Buchdruck und Reformation die kirchliche Zensur vorantrieben. Der Kirchenhistoriker Hubert Wolf berichtet aus den Vatikanischen Archiven und erläutert Mechanismen wie Denunziation, Gutachtenstreit und regionale Wirkung des Index. Abschließend wird die überraschende und bürokratisch verworrene Aufhebung des Index am 14.06.1966 durch Kurienreformen und eine Notifikation Papst Paul VI. thematisiert.
Zahlen & Fakten
400 Jahre
Dauer, in der der Vatikan den Index unterhielt
über 6000 Titel
Anzahl der Titel/Autoren im Index bei seiner Aufhebung
1559
Erscheinungsjahr der ersten gedruckten Fassung des Index
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1450
Ungefähres Jahr der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg
1903
Jahr bis zu dem Katholiken zu Hause keine deutsche Vollbibel haben durften
1993
Jahr, in dem Hubert Wolf außergewöhnlichen Zugang zu den Vatikanischen Archiven erhielt
1998
Jahr, in dem das betreffende Archiv der Forschung geöffnet wurde
100 km
Länge der Aktenberge im Vatikanischen Archiv, wie im Beitrag beschrieben
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• Index Librorum Prohibitorum
• BuchVulgata (lateinische Bibelübersetzung)
• RechtNotifikation 14. Juni 1966 (Kurienordnung/Veröffentlichung zur Aufhebung des Index)
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• BuchOnkel Toms Hütte
• BuchMein Kampf
Wer spricht
HHubert WolfGAST
Kirchenhistoriker an der Universität Münster. Er bewertet historische Machtkonstellationen des Papsttums, diskutiert Beispiele von Canossa bis Pius XII. und analysiert diplomatische bzw. moralische Strategien.
Alle Auftritte von Hubert Wolf →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.