Weniger Lust auf Kinder, weniger Ausbildungsverträge, weniger Informatiker
3. September 2026 · 25 Min.
Die Sendung berichtet über rückläufige Ausbildungsplätze in der Autoindustrie, die noch unklare, aber spürbare Wirkung von KI auf IT-Einstiegsjobs und einen erstmals sinkenden Kinderwunsch, der wirtschaftliche Folgen haben kann.
Die Folge zeigt, dass Unternehmen in der Auto- und Zulieferindustrie in Baden-Württemberg ihre Ausbildungsangebote deutlich zurückfahren, weil Personalbestand und Aufträge schrumpfen. Zugleich diskutieren Expert:innen die bisher begrenzten, regional differenzierten Effekte von Künstlicher Intelligenz auf IT-Jobs, mit Berufseinsteigern, die noch nicht flächendeckend abgestraft werden. Im Zentrum steht ein Interview mit Katharina Spieß zum Befund des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung: Zum ersten Mal sinkt der Kinderwunsch junger Menschen, was langfristig das Potenzialwachstum und den Arbeitsmarkt belastet.
Zahlen & Fakten
10 %
Etwa 10 % weniger angebotene Ausbildungsplätze in der Region Stuttgart im Vergleich zum Vorjahr, laut Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.
25 %
Rückgang der Ausbildungsverträge für Kaufleute für Büromanagement um rund 25 %, berichtet die Industrie- und Handelskammer.
13,3 Millionen
Bis 2040 werden in Deutschland 13,3 Millionen Erwerbspersonen das Rentenalter erreichen, so die in der Sendung zitierten Berechnungen (Bericht durch Angela Göpfert).
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30 %
Die genannten 13,3 Millionen entsprechen etwa 30 % der Erwerbspersonen, die dem Arbeitsmarkt zuletzt zur Verfügung standen.
0,5 %
Aktuell liege das Potenzialwachstum Deutschlands bei rund 0,5 % (Einschätzung von Ökonom Jens Südekum im Beitrag).
0,7 %
McKinsey rechnet vor, dass der demografische Wandel ohne Gegenmaßnahmen die Wirtschaftsleistung bis 2030 jährlich um etwa 0,7 % drücken könnte.
2,6 %
McKinsey zufolge wäre bei Gegenmaßnahmen ein jährliches Wachstum von bis zu 2,6 % möglich.
59 %
Nach McKinsey könnten bis 2030 theoretisch bis zu 59 % der Arbeitsstunden mit heute verfügbarer Technik automatisierbar sein.
7.300 Ausbildungsverträge
Gut 7.300 Ausbildungsverträge zum Start des neuen Ausbildungsjahres in der Region Stuttgart, nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart.
knapp 80.000 offene Stellen
Bitkom zufolge gibt es in Deutschland noch knapp 80.000 offene IT-Stellen — eine Halbierung gegenüber 2023, basierend auf einer Befragung von über 850 Unternehmen.
14.000 Jobs
Amazon kündigte Ende des vergangenen Jahres den weltweiten Abbau von rund 14.000 Stellen an.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieFREDA-Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (Ergebnisse zum Kinderwunsch)
• StudieUmfrage des Digitalverbands Bitkom (repräsentative Befragung von über 850 Unternehmen zum IT-Arbeitsmarkt)
• StudieBerechnungen und Analysen der Unternehmensberatung McKinsey (Szenarien zu Wachstum und Automatisierung)
Weitere 3 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen (Februar; Thema: IT-Arbeitsmarkt für Berufseinsteiger)
• Ankündigung von Amazon zum weltweiten Stellenabbau von rund 14.000 Jobs
• Angaben der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart zu Ausbildungsplätzen in der Region Stuttgart
Wer spricht
PPfister, SandraHOST
Sandra Pfister moderiert die Sendung "Wirtschaft und Gesellschaft" beim Deutschlandfunk; sie führt durch die Ausgabe, stellt Fragen und leitet Beiträge ein und aus.
Alle Auftritte von Pfister, Sandra →KKatharina SpießGAST
Katharina Spieß ist Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Im Interview erläutert sie Ergebnisse der FREDA-Studie zum erstmals sinkenden Kinderwunsch junger Menschen und die Wechselwirkungen von Zukunftsängsten, Familienpolitik und Infrastruktur auf Reproduktionsentscheidungen.
Alle Auftritte von Katharina Spieß →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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