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WirtschaftsWissen Folge 67: Energieeffizienzgesetz: Klimaschutz oder Wachstumsbremse?

19. Juni 2026 · 24 Min.

Das Energieeffizienzgesetz setzt einen festen Endenergie-Deckel (1.867 TWh bis 2030); ohne andere Maßnahmen kann das Ziel Wachstum bremsen statt Klimaschutz effizient voranzubringen.

In der Folge erklärt Erik Pfeiffer, Referatsleiter betrieblicher Klimaschutz bei der DIHK, die Mechanik und Ziele des Energieeffizienzgesetzes. Zentral ist der Endenergie-Deckel von 1.867 Terawattstunden bis 2030 (26,5 % Einsparung gegenüber 2008). Pfeiffer warnt, dass das Gesetz Energieverbrauch statt echte Effizienz adressiere; mathematisch könnte das bei unveränderten Effizienztrends wirtschaftliche Leistung drücken. Er skizziert praktische Pflichten für Unternehmen, Kritikpunkte und Vorschläge für die Novellierung.

Zahlen & Fakten

26,5 %

Benannter Einsparbedarf der Endenergie bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2008

45 %

Genannter Einsparbedarf der Endenergie bis 2045 gegenüber dem Basisjahr 2008

9 %

Berechneter möglicher Rückgang des BIP bis 2030, falls Effizienztrends unverändert bleiben und das Einsparziel strikt erreicht wird

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

1.867 Terawattstunden

Zulässiger Endenergieverbrauch Deutschlands im Jahr 2030 laut Gesetz

7,5 Gigawattstunden

Schwellenwert im deutschen Gesetz: Pflicht zur Einführung eines Energie-/Umweltmanagementsystems ab diesem jährlichen Gesamtenergieverbrauch

2,5 Gigawattstunden

Schwellenwert im deutschen Gesetz: Pflicht zur Erstellung und Veröffentlichung eines Maßnahmenplans bzw. Abwärmepflichten ab diesem jährlichen Gesamtenergieverbrauch

23,6 Gigawattstunden

Schwellenwert in der europäischen Energieeffizienzrichtlinie für verpflichtende Managementsysteme (höher als der deutsche Schwellenwert)

2030

Zieljahr für das im Gesetz verankerte Endenergie-Limit

2045

Langfristiges Referenzjahr im Gesetz mit höherem Einsparziel (45 %)

2008

Basisjahr, von dem die prozentualen Einsparziele (z. B. 26,5 %) berechnet werden

Herbst 2027

Von der EU geforderte Frist für Umsetzung verpflichtender Managementsysteme bei Unternehmen über dem europäischen Schwellenwert

Sommer 2025

Im deutschen Gesetz früher angesetzte Frist für einige betriebliche Verpflichtungen (in der bisherigen nationalen Regelung)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Regelungsumfang und Ziele des Energieeffizienzgesetzes · ab 00:37
Unterscheidung: Energieeffizienz vs. Energiedeckel — Rechenbeispiel und volkswirtschaftliche Folgen · ab 02:39
Betriebliche Pflichten, Kritikpunkte und Vorschläge zur Novellierung · ab 15:02

Quellen

RechtEuropäische Energieeffizienzrichtlinie

RechtKoalitionsvertrag (Festschreibung der Rückführung der deutschen Effizienzgesetzgebung auf EU-Recht)

Alle Quellen findest du in der vollständigen Folge

Wer spricht

D
Daphne GratwohlHOST

Moderatorin des DIHK-Podcasts „WirtschaftsWissen“. Sie führt durch das Gespräch und stellt politische wie wirtschaftliche Fragestellungen zur geplanten Regulierung von Lebensmittelwerbung.

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A
Antonia BückerHOST

Moderatorin des DIHK-Podcasts „WirtschaftsWissen“. In den Shownotes als Co-Moderatorin genannt; beteiligt an der Einordnung wirtschaftspolitischer Themen und Abschlüssen der Folge.

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E
Erik PfeifferGAST

Referatsleiter betrieblicher Klimaschutz bei der DIHK. Im Gespräch erläutert er die Inhalte und Ziele des Energieeffizienzgesetzes, führt Rechenbeispiele zu Effizienz versus Verbrauch an, benennt betriebliche Pflichten und kritisiert den nationalen "Energiedeckel" sowie die damit verbundene Bürokratie.

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