Aujeszkysche Krankheit: Wie gefährlich ist Pseudowut?
16. Juni 2026 · 8 Min.
Bei einem Wildschwein in der Nähe von Heidelberg wurde die Aujeszkysche Krankheit (Pseudowut) nachgewiesen; die Erkrankung ist für Hunde und andere nicht‑primaten Säugetiere oft tödlich, für Menschen jedoch ungefährlich.
Im Gespräch erklärt Dr. Birgitta Polley die Natur der Aujeszkyschen Krankheit (Pseudowut) und wie sie sich von Tollwut unterscheidet. Im Raum Heidelberg wurde ein infiziertes Wildschwein gefunden, was Haustierhalter alarmiert. Polley beschreibt Übertragungswege (vor allem rohes Wildschweinfleisch) und typische, rasch verlaufende Symptome bei Hunden. Außerdem wagt sie einen Blick auf Verbreitung in Wildschweinen und die erfolgreiche Bekämpfung bei Hausschweinen in Deutschland.
Zahlen & Fakten
16%
Antikörper‑Positivrate bei Wildschweineproben im Raum Tauber‑Bischofsheim
1%
Antikörper‑Positivrate bei Wildschweineproben im Landkreis Schwerbisch Hall (im Text genannt)
5-6%
Antikörper‑Positivrate bei Wildschweineproben im Raum Heilbronn
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
30%
Bis zu 30% Antikörper‑Positivrate in Studien aus den östlichen Bundesländern
80%
Etwa 80% aller infizierten Hunde zeigen den starken Juckreiz als Symptom
1902
Erstbeschreibung der Krankheit durch einen ungarischen Tierarzt im Jahr 1902 (im Gespräch genannt)
2003
Deutschland gilt seit 2003 als frei von Aujeszkyscher Krankheit bei Hausschweinen
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDr. Birgitta PolleyGAST
Fachtierärztin für Mikrobiologie; leitet die Diagnostikabteilung am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. Im Gespräch erklärt sie virologische Grundlagen, Befundlage bei Wildschweinen, mögliche Übertragungswege auf Haustiere und eingesetzte Kontrollmaßnahmen.
Alle Auftritte von Dr. Birgitta Polley →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.