In Mittelbaden sind Boden und Grundwasser auf 127 Quadratkilometern durch PFAS verseucht; Forschende testen thermische Desorption, mikrobiellen Umbau und Sickerwasser‑Maßnahmen, um die PFAS‑Masse zu reduzieren und das Eindringen ins Grundwasser zu begrenzen.
Die Folge berichtet über einen großflächigen PFAS‑Skandal in Mittelbaden: PFAS‑haltiger Papier- und Kompostschlamm wurde 2006–2008 auf Felder ausgebracht und hat Boden sowie Grundwasser auf 127 Quadratkilometern belastet. Forschende der Universität Stuttgart prüfen drei Ansätze zur Reduktion der PFAS‑Masse im Untergrund: thermische In‑Situ‑Sanierung mit Boden‑Luft‑Absaugung, mikrobieller Umbau von Vorläufersubstanzen und Maßnahmen zum Abzug kontaminierten Sickerwassers. Komplettes Entfernen aller PFAS erscheint unrealistisch, Ziel ist die deutliche Verringerung der Masse und die Abschneidung der Zuflüsse ins Grundwasser.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDr. Klaus HaslauerGAST
Dr. Klaus Haslauer leitet das Forschungsprojekt an der Universität Stuttgart, Institut für Wasser‑ und Umweltsystemmodellierung. Er forscht zum Transportverhalten von PFAS im Untergrund und entwickelt zusammen mit Kolleginnen und Kollegen Sanierungsansätze wie thermische Desorption, mikrobiellen Umbau von Vorläufersubstanzen und Maßnahmen zum Abzug kontaminierten Sickerwassers.
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