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Warum in Venezuela die Erde bebte

25. Juni 2026 · 7 Min.

Die schweren Erdbeben in Venezuela (Magnituden 7,2 und 7,5) erklärt Andreas Riedbrock als Folge von Spannungsaufbau und Spannungsumlagerung an der Plattengrenze zwischen karibischer und südamerikanischer Platte.

Astrid Meisoll spricht mit Andreas Riedbrock über die zwei heftigen Erdbeben in Venezuela. Riedbrock erklärt, dass die Beben an der Grenze zwischen karibischer und südamerikanischer Platte durch über lange Zeit aufgebaute Spannungen entstanden sind. Er erläutert das Phänomen von Dubletten, die Schwierigkeit der Vorhersage sowie das Risiko starker Nachbeben. Außerdem diskutiert er, wie Bauweise und wirtschaftliche Lage die Zerstörung verstärken können.

Zahlen & Fakten

7,2

Magnitudo des einen der beiden schweren Erdbeben, angegeben von der US-Erdbebenwarte

7,5

Magnitudo des zweiten der beiden schweren Erdbeben, angegeben von der US-Erdbebenwarte

126

Zeitspanne in Jahren seit dem letzten vergleichbar starken Beben in der Region laut Einspielung

Weitere 9 Zahlen & Fakten anzeigen

400000

Ungefähr so viele Menschen leben in und um die Epizentren Puerto Cabello und San Felipe

6

Anzahl der Transportflugzeuge der Bundeswehr, die bereitgestellt wurden (als Hilfeangebot genannt)

2

Zentimeter pro Jahr: angenommene Geschwindigkeit, mit der sich die karibische Platte verschiebt

10-15

Tiefenbereich in Kilometern, in dem die Beben gelegen sind (flache Erdbeben)

160

Kilometer: Entfernung des erwähnten Flughafens (Caracas) zu den Schäden

1967

Jahr des zuletzt in der Region Caracas genannten großen Bebens (Magnitude 6,6)

6,6

Magnitudo des 1967 in der Region Caracas genannten Erdbebens

6,5

Beispiel für die mögliche Magnitude eines starken Nachbebens (etwa eine Magnitude weniger als Hauptbeben)

14

Sekunden: Zeitraum eines in Chile beobachteten Dubletts (zwei Magnitude-7-Beben innerhalb von 14 Sekunden) als Vergleich

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Ereignis: zwei schwere Erdbeben in Venezuela · ab 00:00
Ursache: Plattengrenze Karibik / Südamerika · ab 01:00
Vorhersagbarkeit von Erdbeben · ab 01:58
Dublette: zwei große Beben kurz nacheinander · ab 03:08
Nachbebenrisiko und mögliche Stärke weiterer Erschütterungen · ab 05:07
Schadensausmaß, Bauweise und staatliche Kontrolle · ab 06:04

Wer spricht

A
Andreas RiedbrockGAST

Professor für Geophysik und Seismologie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Gespräch erklärt er Plattentektonik, Dubletten und Nachbebenrisiken, erläutert chaotische Bruchprozesse an Verwerfungsflächen und spricht über erdbebensichere Bauweise sowie seine Erfahrungen mit Forschung in Venezuela.

Alle Auftritte von Andreas Riedbrock

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.