Ein vergessenes Strahlentherapiegerät mit hochradioaktivem Cäsium‑137 in einer verlassenen Klinik in Goiânia wurde 1987 gestohlen; das freigesetzte Material führte nach Berührung und Verbreitung zu einer schweren radioaktiven Kontamination mit Todesopfern und langfristigen Folgen.
Die Folge rekonstruiert den Goiânia‑Unfall von 1987: Ein in einer stillgelegten Strahlentherapie‑Klinik zurückgelassenes Cesapan F3000 enthielt eine kleine, aber extrem radioaktive Cäsium‑137‑Kapsel. Nach dem gewaltsamen Öffnen gelangte das Cäsium in Form eines blau leuchtenden Pulvers in die Hände von Schrotthändlern und deren Umfeld, was zu unbemerkter Exposition, Krankheitsausbrüchen und einer großangelegten Kontaminationsuntersuchung führte. Die Episode beschreibt medizinische Folgen, Evakuierungen, Dekontaminationsmaßnahmen und spätere juristische Verurteilungen.
Zahlen & Fakten
19 g
Menge an reinem Cäsium‑137 in der doppelt versiegelten Kapsel des Cesapan F3000.
93 g
Gesamtgewicht des Cäsiumchlorid‑Pulvers, das sich in der Kapsel befand.
5 cm
Durchmesser der doppelt versiegelten Cäsium‑Kapsel im Bestrahlungsgerät.
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120 kg
Menge an Metallteilen, die die beiden Schrottsammler aus dem Bestrahlungsgerät entfernten.
13. September 1987
Datum, an dem das Bestrahlungsgerät aus der verlassenen Klinik in Goiânia entwendet wurde.
28. September 1987
Datum, an dem der Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem blauen Material erkannt wurde.
50 Billionen Kerne/s
Anzahl der Cäsium‑137‑Kerne, die pro Sekunde zerfallen und dabei Gammastrahlung erzeugen.
249 Personen
Anzahl der in Goiânia als radioaktiv kontaminiert registrierten Personen.
129 Personen
Anzahl der in Goiânia als schwer kontaminiert eingestuften Personen.
5,7 Gy
Gemessene Strahlendosis bei Maria Ferreira, die zu ihrem Tod beitrug.
7 Gy
Gemessene Strahlendosis bei Deva‑Ir Ferreira nach intensiver Exposition.
110.000 Personen
Anzahl der Personen, die in den nachfolgenden Wochen in Goiânia auf mögliche Kontamination untersucht wurden.
6.000 t
Menge radioaktiver Abfälle, die bei der Dekontamination nach dem Goiânia‑Unfall anfielen.
1992
Jahr, in dem die Mitbegründer der Klinik und ein Physiker wegen Fahrlässigkeit verurteilt wurden.
3 Jahre und 2 Monate
Strafmaß der Verurteilten wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieCDC – Informationen zu Cäsium‑137 und Strahlennotfällen (Übersichtsseite zu Isotopen und Gesundheitsfolgen)
• ArtikelDeutsche Welle – 'Goiânia: Brasiliens Super‑GAU wirkt weiter' (Featureartikel zur historischen Bedeutung und Nachwirkungen)
• PodcastSpektrum.de Podcast – 'Der Nuklearunfall von Goiânia' (Podcastfolge zur gleichen Thematik)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeKIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
