mRNA-Impfstoffe, die in der Corona-Pandemie ihren Durchbruch hatten, werden jetzt als individualisierte Krebstherapien erforscht und zeigen erste vielversprechende Ergebnisse in großen klinischen Studien.
Nach dem Erfolg gegen Corona erforscht die Pharmaindustrie nun mRNA-Impfstoffe gegen Krebs. Mehrere große klinische Studien sind weltweit angelaufen, einige in Deutschland. Das Prinzip: Die mRNA soll das Immunsystem gezielt auf Krebszellen aufmerksam machen, deren genetische Besonderheiten erkennen und vernichten. Erste Ergebnisse, besonders beim Melanom und Bauchspeicheldrüsenkrebs, sind ermutigend. Allerdings: Zulassungen werden frühestens 2026/2027 erwartet, und die Therapien werden extrem teuer.
Zahlen & Fakten
40 Jahre
Zeitraum, in dem Katalin Karikó an der mRNA-Technologie forschte, ohne Förderung zu erhalten
118 Kliniken
Weltweite Beteiligung an der Phase-2-Studie zu mRNA-Impfung gegen Dickdarmkrebs, davon 24 in Deutschland
9 klinische Studien
Anzahl der Studien, die BioNTech derzeit gegen verschiedene Krebsarten durchführt
Weitere 4 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
20 bis 34 Neoantigene
Anzahl der genetischen Zielstrukturen, die in personalisierten mRNA-Impfstoffen (Moderna-Ansatz) ausgewählt werden
10 von 100 Blutproben
Anteil von Blutproben, die Tumordna enthalten, ein Marker für erhöhtes Rückfallrisiko
über 100.000 Euro pro Jahr
Erwartete Kosten für eine kombinierte mRNA-Impf- und Checkpoint-Inhibitor-Therapie pro Patient
2026–2027
Frühestens zu erwartender Zeitpunkt für Zulassungsentscheidungen von mRNA-Krebsimpfstoffen
Themen & Erkenntnisse
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