Schwarze Löcher aus dem Urknall - Was wimmelt da im Universum?
24. August 2026 · 25 Min.
Beobachtungen des James‑Webb‑Teleskops an „Little Red Dots“ wie Abel 2744 QSO1 liefern Hinweise, die Bernard Carr, Volker Bromm und Günther Hasinger als mögliche Signale primordiale Schwarzer Löcher interpretieren.
Das James‑Webb‑Teleskop hat rötliche, lichtschwache Objekte („Little Red Dots“) im frühen Universum aufgespürt; eines davon, Abel 2744 QSO1, zeigt hohe Masse und eine junge, metallarme Gaszusammensetzung, die klassische Entstehungsszenarien sprengt. Volker Bromm spricht von einer Timing‑Krise und hält primordiale Schwarze Löcher für eine plausible Erklärung. Bernard Carr zeichnet die historische Entwicklung der Idee seit Hawking nach, und Günther Hasinger erklärt, wie JWST‑Daten und Gravitationswellenbeobachtungen die Debatte neu beleben. Als mögliche Beweise werden sehr leichte BH‑Massen (<1 Sonnenmasse) oder Gravitationswellensignale aus sehr frühen Epochen genannt; eine endgültige Klärung wird Jahre bis Jahrzehnte dauern.
Zahlen & Fakten
50 Millionen Sonnenmassen
Berechnete Masse des schwarzen Lochs in Abel 2744 QSO1.
13 Milliarden Lichtjahre
Rückreisezeit des Lichts von dem beobachteten Objekt ins frühe Universum.
700 Millionen Jahre
Zeit nach dem Urknall, zu der das Objekt QSO1 gehört und die das Wachstumsproblem verschärft.
Weitere 5 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
40 Stunden
Initiale Beobachtungszeit des James‑Webb‑Teleskops an den drei roten Punkten.
10 Stunden
Zusätzliche Beobachtungszeit, die das Team von Hanna Übler beantragte.
100.000 Sonnenmassen
Beispiel für mögliche, sehr hohe Massen primordialer Schwarzer Löcher je nach Entstehungszeitpunkt.
30 Sonnenmassen
Größenordnung der ersten von LIGO detektierten verschmelzenden Schwarzen Löcher, die Fragen aufwarfen.
10–15 Jahre
Geschätzter Zeitrahmen, bis ein unterirdisches Einstein‑Teleskop einsatzbereit sein könnte.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
BBernard CarrGAST
Bernard Carr ist ein Kosmologe, der seit Jahrzehnten zur Möglichkeit primordialer Schwarzer Löcher forscht. In der Folge berichtet er von der historischen Entwicklung der Idee, seinen Arbeiten als Doktorand unter Stephen Hawking und seiner Einschätzung, dass die Existenz primordialer Schwarzer Löcher etwa 50:50 wahrscheinlich ist.
Alle Auftritte von Bernard Carr →VVolker BrommGAST
Volker Bromm ist Professor für Astronomie an der Universität von Texas in Austin. In der Sendung wertet er JWST‑Daten zu Abel 2744 QSO1 aus, beschreibt Simulationen und spricht von einer ‚Timing‑Krise‘, weil so massive Schwarze Löcher so früh im Universum schwer durch klassische stellare Entstehungswege erklärbar sind.
Alle Auftritte von Volker Bromm →GGünther HasingerGAST
Günther Hasinger forscht seit Jahrzehnten an Röntgenstrahlung und kosmologischen Fragestellungen; er war bei der ESA als Wissenschaftsdirektor tätig und ist in der Sendung Direktor des Deutschen Zentrums für Astrophysik in Görlitz sowie Professor für Astrophysik an der TU Dresden. Er erläutert, wie JWST‑Daten und Gravitationswellenmessungen die Debatte um primordiale Schwarze Löcher antreiben.
Alle Auftritte von Günther Hasinger →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.