WR220 - Der große Hunger: Als es ab 1315 nicht mehr aufhörte zu regnen... und was das mit Hänsel und Gretel zu tun hat!
25. Juni 2026 · 41 Min.
Der Große Hunger von 1315–1317 war eine gesamteuropäische Hungerkatastrophe, ausgelöst durch jahrelangen Regen auf bereits ausgelaugte Agrarflächen, die Millionen Menschen das Leben kostete und Spuren bis in Volksmärchen und die spätere Pest hinterließ.
Die Folge erklärt, wie ein stabil scheinendes, aber am Limit lebendes Europa durch anhaltenden Regen 1315 in eine mehrjährige Hungersnot geriet: Ernteausfälle, explodierende Preise, Viehseuchen und soziale Auflösung folgten. Die Episode diskutiert Ursachen (Klimawandel vom Mittelalter), unmittelbare Folgen (Hungertod, Kriminalität, politische Schwächung) und long-term-Effekte, etwa die These, dass der Hunger die Gesellschaft für die Pest 1347 verwundbarer machte. Abschließend wird das Motiv in Märchen wie Hänsel und Gretel betrachtet.
Zahlen & Fakten
über 300%
Anstieg der Weizenpreise im damaligen Lothringen
5–10%
Schätzungen des Bevölkerungsverlustes in Nordeuropa durch die Hungersnot
bis 12%
Höhere Schätzungen des Bevölkerungsverlustes an manchen Orten
Weitere 7 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
80%
Stellenweise Verluste bei Rinder- und Schafbeständen durch die Tierseuche (‚Moran‘)
1315–1317
Zeitspanne, in der der ‚Große Hunger‘ hauptsächlich wirkte
10. August 1315
Datum, an dem Edward II. in St. Orbans weilte und Brot knapp war
7:1
Typisches Ertragsverhältnis in guten Jahren (ausgesätes Korn zu geernteten Körnern)
2:1
Beobachtetes Ertragsverhältnis vielerorts während der Krise
8–10-fach
Faktor, um den Getreidepreise (z. B. ein Quarter Weizen) an manchen Orten anstiegen
2 Zwiebeln = 1 Penny
Marktbeobachtung aus London (Cheapside) zur Preisentwicklung während der Krise
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.