
Spezial #35: Warum die Rüstungsausgaben fatal sind – mit Philipp Heimberger
4. Juli 2026 · 16 Min.
Philipp Heimberger argumentiert, dass mehr öffentliche Investitionen – auch über Verschuldung finanziert – Wachstum und Beschäftigung stärken und die Schuldenquote nicht zwangsläufig steigen lässt, während Austerität und gesteigerte konsumtive Rüstungsausgaben wirtschaftlich schädlich sind.
Im Gespräch erklärt Philipp Heimberger (Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche), warum die EU eine große Investitionslücke hat und öffentliche Investitionen besonders in Energie, Klima und digitale Infrastruktur notwendig sind. Er präsentiert Studienergebnisse, wonach Haushaltskonsolidierungen von rund 1 Prozent des BIP das Wachstum dämpfen und die Arbeitslosigkeit erhöhen. Heimberger zeigt zudem, dass gut getimte öffentliche Investitionen private Investitionen anziehen können und die Schuldenquote mittelfristig stabil bleiben kann. Abschließend kritisiert er konsumtive Militärausgaben und plädiert für kluge Industrie- und Finanzierungsstrategien.
Zahlen & Fakten
750–800 Mrd. €
Angemahnte Investitionslücke laut Draghi-Report für die EU.
4,5 %
Investitionslücke in Prozent des EU-BIP (laut Draghi-Report).
1 %
Zusätzlicher öffentlicher Investitionsbedarf pro Jahr (als Anteil der Wirtschaftsleistung) in der EU, laut Diskussion im Gespräch.
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
0,5 Prozentpunkte
Verbleibender Abstand Deutschlands bei öffentlichen Investitionen gegenüber dem EU-Durchschnitt (nach Anstieg der Investitionen noch unter dem Durchschnitt).
>2
Möglicher Multiplikator öffentlicher Infrastrukturinvestitionen (ein Euro öffentlicher Investition kann mehr als zwei Euro BIP auslösen).
12 Jahre
Zeithorizont, über den in Deutschland das erwähnte Sondervermögen zusätzliche Infrastrukturinvestitionen leisten soll.
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieDraghi-Report (Angabe im Gespräch zur Investitionslücke von etwa 750–800 Mrd. € bzw. rund 4,5 % des EU-BIP)
• StudieAchieving Geo-Economic Goals by Boosting the Economy without Raising the Public Debt Ratio (Studie von Philipp Heimberger und Kara Dabrowski, im Gespräch genannt)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
HHerr SchmidtHOST
Moderator der Folge, führt das Interview und stellt Fragen an den Gast. Leitet die Gesprächsführung und thematische Einordnung innerhalb des Podcasts 'Wohlstand für alle'.
Alle Auftritte von Herr Schmidt →PPhilipp HeimbergerGAST
Ökonom am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche, tätig in der Makrogruppe mit Schwerpunkt Budgetpolitik und ländervergleichenden Analysen (insbesondere Österreich, Deutschland und Osteuropa). Im Gespräch erläutert er empirische Studien zu öffentlichen Investitionen, Multiplikatoreffekten, Folgen von Haushaltskonsolidierungen und Politikempfehlungen zu Industrie- und Investitionsstrategien.
Alle Auftritte von Philipp Heimberger →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.