Tobias Becker erläutert, wie sich der Begriff „Nostalgie“ historisch von einer medizinischen Krankheit zu einer kulturellen Kategorie gewandelt hat und welche Rolle nostalgische Deutungen in der deutschen Teilungs‑, Wiedervereinigungs‑ und aktuellen Politikdebatte spielen.
Tobias Becker, Privatdozent für Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin und Autor von Heimweh nach Gestern, erklärt die Entstehung des Begriffs Nostalgie (Johannes Hofer, 1688) und dessen Bedeutungswandel bis zur populären Verwendung seit den 1970er Jahren. Er analysiert Unterschiede zwischen Ost‑ und Westdeutschland (Ostalgie/Vestalgie), diskutiert politische Instrumentalisierungen und unterscheidet Nostalgie von neutraleren Begriffen wie Retro. Das Gespräch hinterfragt außerdem, wie nützlich der Nostalgiebegriff für wissenschaftliche und politische Analysen ist.
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HHolger KleinHOST
Holger Klein ist Podcast‑Produzent und Host (u. a. WRINT). In dieser Folge führt er durch die Sendung, kommentiert Politik und Medien, moderiert Einspieler und Analysen und verbindet Anekdoten, Technik‑ und Politikkommentare mit tiefergehender Einordnung.
Alle Auftritte von Holger Klein →TTobias BeckerGAST
Privatdozent für Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin; ab Oktober 2026 Gastprofessor für Deutsch und Europäische Geschichte an der Karls‑Universität in Prag; Autor des Buches 'Heimweh nach Gestern. Eine Geschichte der Nostalgie in Deutschland'.
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