Karin Prien: »Wir sind unserem eigenen Anspruch noch nicht gerecht geworden«
9. Juni 2026 · 1 Std. 19 Min.
Die Regierung muss überzeugender kommunizieren, warum notwendige Reformen wehtun, und dabei das schwindende Vertrauen der Gesellschaftsmitte durch Authentizität und echte Zusammenarbeit wiedergewinnen.
Bundesbildungsministerin Karin Prien räumt ein, dass die Regierung bei der Kommunikation ihrer Reformpolitik gescheitert ist und Erwartungen geweckt hat, denen sie nicht gerecht wird. Die größte Gefahr für die Demokratie sieht sie im Vertrauensverlust der politischen Mitte, der authoritative Parteien wie die AfD begünstigt. In der Bildung diagnostiziert sie systematische Defizite bei basalen Kompetenzen und fordert datengestützte Schulentwicklung. Sie warnt zudem vor unkritischer Akzeptanz von KI im Unterricht und betont die Notwendigkeit, Chancengerechtigkeit durch strukturelle Reformen wie den Ganztag umzusetzen.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
KKarin PrienGAST
Karin Prien ist Bundesbildungsministerin; im Interview erläutert sie den Entwurf des Kita-Staatschancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes mit bundesweiten Sprachtests für Vierjährige, gezielter Förderung in Brennpunkt-Kitas, einer Laufzeit von acht Jahren und geplanten Fördermitteln bis 2034 sowie Reformideen für Kinder- und Jugendhilfe.
Alle Auftritte von Karin Prien →RRoman PletterHOST
Wirtschaftsjournalist und Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT; moderiert verschiedene ZEIT-Formate darunter »ZEIT Bühne« und analysiert Wirtschaftspolitik, Bildung und gesellschaftlichen Wandel.
Alle Auftritte von Roman Pletter →SSibylle AnderlHOST
Astrophysikerin und Wissenschaftsjournalistin, die als Leiterin des Wissenschaftsressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig ist. Sie moderiert hochkarätige Diskussionen zu Bildung, Forschung und gesellschaftlichen Themen.
Alle Auftritte von Sibylle Anderl →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.