Dr. Moritz Hinsch erklärt, dass das klassische Athen zwar als Wiege von Demokratie und Philosophie gilt, diese Leistungen aber kontextualisiert und differenziert betrachtet werden müssen.
Dr. Moritz Hinsch führt durch das klassische Athen (5.–4. Jh. v. Chr.), erklärt Polis-Struktur, territoriale Ausdehnung und kulturelle Bedeutung. Er zeigt, wie die athenische Demokratie durch Losverfahren, breite Bürgerpartizipation (aber zugleich Ausschlüsse) und Verfahrensgleichheit geprägt war. Zudem beleuchtet er die Rolle von Philosophie und Rhetorik im öffentlichen Raum sowie die Entstehung institutionalisierter Lehrschulen im 4. Jahrhundert.
Zahlen & Fakten
480 v. Chr.
Beginn der Klassik (Zweiter Perserkrieg) genannt als Epocheinstieg
323 v. Chr.
Ende der Klassik (Tod Alexanders) als konventionelles Abschlussdatum
1000
Häufig genannte, aber ungesicherte Schätzung der Zahl griechischer Poleis
Weitere 8 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
1500
Ungefähr vermutete Anzahl männlicher Einwohner von Melos vor dem Massaker
30.000
Annahme möglicher Zahl athenischer Vollbürger zu Beginn des 5. Jahrhunderts
60.000
Hypothetische Verdopplung der athenischen Vollbürgerzahl im Verlauf des 5. Jahrhunderts
40 km
Distanz von Marathon nach Athen (berühmter Lauf, Radius der Ausdehnung Attikas)
487, 486 v. Chr.
Einführung des Losverfahrens für Archonten (genannte Jahresangaben)
200
Minimale Größe attischer Gerichtsjurys genannt
6000
Maximale Größe attischer Gerichtsjurys bei besonders wichtigen Verfahren
404 v. Chr.
Ende des Peloponnesischen Kriegs als historischer Bezugspunkt
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
DDr. Moritz HinschGAST
Althistoriker an der LMU München; hat seine Doktorarbeit über Ökonomik und Hauswirtschaft im klassischen Griechenland verfasst und forscht zur wirtschaftlichen Organisation, Monetarisierung und Alltagsökonomie im antiken Griechenland.
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