Zukunft? – Der Podcast von SRF
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Urs Meister: «Der Strom wird 2027 günstiger»

8. September 2026 · 26 Min.

Urs Meister erklärt, dass die Strompreise in der Grundversorgung 2027 leicht sinken (durchschnittlich 26,5 Rappen/kWh), weil die Beschaffungskosten für Energie gesunken sind; die Versorgungssicherheit fürs nächste Winterhalbjahr ist nach seiner Einschätzung grundsätzlich gegeben, es bestehen jedoch Restrisiken wegen tiefer Gasspeicherstände und niedrigeren Wasserspeicherfüllgraden.

Im Gespräch mit Simone Hulliger erläutert Urs Meister (Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom) die Gründe für die leichte Senkung des durchschnittlichen Strompreises 2027 und wie sich der Tarif zusammensetzt. Er erklärt erhebliche regionale Preisunterschiede, die Rolle dynamischer Tarife sowie Probleme bei Messtarifen und ungenauen Netzdaten. Zur Versorgungssicherheit bewertet er Wasserspeicher und europäische Gasspeicher, nennt bestehende Restrisiken, betont aber auch, dass derzeit keine akute Knappheit erwartet wird. Abschliessend betont er die Notwendigkeit des Ausbaus und möglicher Reservekraftwerke als Absicherung.

Zahlen & Fakten

73 %

Aktueller Füllstand der Wasserspeicher in der Schweiz (rund 73%) nach Angaben von Urs Meister; das langjährige Mittel zu dieser Jahreszeit liegt bei etwa 84%.

1,3 %

Anteil von 450 GWh an ungefährem Landesverbrauch im Winter, als Grössenordnung zur Einordnung durch Urs Meister/ElCom.

30 %

Angabe, dass die Gasspeicherstände in Nordwesteuropa etwa 30% tiefer sind als im Vorjahr, genannt von Urs Meister/ElCom.

Weitere 6 Zahlen & Fakten anzeigen

67 % / 84 %

Aktueller Füllstand der europäischen Gasspeicher (etwa 67%) und der übliche Füllstand zu diesem Zeitpunkt (etwa 84%), genannt von Urs Meister als Indikator für erhöhtes Risiko.

26,5 Rappen pro Kilowattstunde

Durchschnittlicher Strompreis in der Grundversorgung für einen Schweizer Haushalt im Jahr 2027, genannt von Urs Meister (Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom).

53 Franken

Jährliche Einsparung für einen durchschnittlichen Schweizer Haushalt im Jahr 2027 gegenüber 2026 durch den tieferen Strompreis, benannt im Gespräch mit Urs Meister/ElCom.

450 GWh

Von Betreibern hochgerechnete Energiemenge, die gegenüber einem Normalwert in den Stauseen fehlt, genannt im Austausch mit ElCom (entspricht etwa 1,3% des Winterverbrauchs).

900 GWh

Eigenes, vorsichtigeres Szenario der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom für mögliche Fehlmengen in den Stauseen (höherer Schätzwert).

4 TWh

Ungefährer Umfang der Strommenge, die im vergangenen Winter wegen des Ausfalls des Kernkraftwerks Gösgen fehlte, genannt von Urs Meister als Vergleichsgrösse.

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Warum die Strompreise 2027 sinken · ab 00:35
Tarifstruktur, regionale Unterschiede und Messdatenprobleme · ab 03:21
Versorgungssicherheit im Winter und mittelfristiger Ausblick · ab 15:30

Wer spricht

U
Urs MeisterGAST

Urs Meister, Geschäftsführer der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom. Er ist zuständig für die Überwachung der Strompreise, die Regulierung von Netztarifen und die Beurteilung der Versorgungssicherheit; im Gespräch erklärt er Preistreiber, Datenprobleme und Risiken für den Winter.

Alle Auftritte von Urs Meister

KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

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