Agrarmarktpodcast
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#203 đŸ· Schlachtschweinemarkt Deepdive mit Karsten Hoeck (LKSH)

7. August 2026 · 56 Min.

Der Schlachtschweinemarkt war 2024 stark unter Druck, zeigt aber erste Erholungszeichen; strukturelle Risiken (hohe Produktionskosten, Wettbewerbsdruck aus Spanien/ExportmÀrkten) bleiben bestehen.

In der Folge diskutieren Philipp Schilling und Philipp Wierzeug aktuelle Agrarmarkt-Nachrichten (Hitze, Logistik, Energie) und fĂŒhren ein ausfĂŒhrliches Interview mit Carsten Höck (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein) zum Schlachtschweinemarkt. Höck erklĂ€rt Ursachen des Preisverfalls (Angebotsausweitung in Spanien, saisonale Ablieferungsstaus), rechnet die Wirtschaftlichkeit durch und bewertet Förderprogramme sowie Investitionsanreize. Abschließend gibt er eine vorsichtige Aussicht: kurzfristige Entspannung, mittelfristig aber weiter volatile Rahmenbedingungen.

Zahlen & Fakten

1,40 € pro Kilogramm

Zwischenzeitlicher Tiefstwert beim Vereinigungspreis fĂŒr Schlachtschweine

1,50 € pro Kilogramm

Vereinigungspreis nach Anstieg um 10 Cent (erstes Lebenszeichen des Marktes)

1,70 € pro Kilogramm

Von Höck genannter Preis, bei dem Produktion tendenziell kostendeckend wÀre

Weitere 15 Zahlen & Fakten anzeigen

1,90 € pro Kilogramm

UngefĂ€hrer Preis, der fĂŒr Investitionen in Tierwohl/andere Haltungsformen zur Vollkostendeckung nötig wĂ€re

45 €

Annahme fĂŒr den Ferkel-Einkaufspreis in Höcks Beispielrechnung

70 €

Annahme fĂŒr Futterkosten pro Mastschwein in Höcks Beispielrechnung

34 %

Bewertung französischer MaisflÀchen mit 'gut bis exzellent' (niedrigster Stand seit 2011)

27–30 Millionen Tonnen

Rabobank-SchÀtzung zur australischen Weizenernte

200 %

Selbstversorgungsgrad Spaniens (Angabe im GesprÀch)

knapp unter 140 %

Rechnerischer Selbstversorgungsgrad Deutschlands (Angabe im GesprÀch)

81 $

Genannter Ölpreis (als Referenz in Makro-Diskussion)

98 kg

Annahme fĂŒr Schlachtgewicht in Höcks Kalkulation

140–150 US-Dollar pro Tonne

Aktuelle Erlöse ukrainischer Landwirte fĂŒr Getreide (niedrig, unter Produktionskosten)

19.000 Tonnen

Juli-Export der Ukraine an Raps in die EU (sehr niedriger Wert)

720.000 Tonnen

Meldung: Algerien kaufte Mahlweizen (September–Oktober Verschiffung)

184,8 Buschel pro Acre

ErtragsschĂ€tzung fĂŒr US-Mais (genannt: Stone Eggs / Ertragsupdate)

700.000 StĂŒck

Zielwoche-/StĂŒckzahlenbereich, dessen Einhaltung Höck fĂŒr stabile Preise im Herbst fordert

1,1350 → 1,1550

Kursbewegung Euro/US-Dollar in kurzer Zeit (genannt im Makro-Teil)

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Marktupdates & Makro-Faktoren · ab 10:40: Wetter, Logistik, Energie und WĂ€hrungen beeinflussen Getreide-, Raps- und FuttermĂ€rkte mit RĂŒckwirkungen auf Tierhaltung.
Deep Dive Schlachtschweinemarkt (Interview mit Carsten Höck) · ab 22:11: Höck analysiert Ursachen des Preisverfalls: Angebotspress, saisonale Staus, Hitzeeffekte und Exportdynamik (u. a. Spanien, China).
Wirtschaftlichkeit, Ferkelmarkt, Förderprogramme und Ausblick · ab 41:36: DeckungsbeitrÀge sind angespannt; Förderungen und Marktstruktur bestimmen Investitionsentscheidungen, mittelfristig bleibt Unsicherheit.

Quellen

‱ StudieRabobank (SchĂ€tzung der australischen Weizenernte: 27–30 Millionen Tonnen)

Alle Quellen findest du in der vollstÀndigen Folge

Wer spricht

P
Philipp SchillingHOST

Landwirt, offenbar langjĂ€hriger Branchenkenner; stellte sich als Host des Agrarmarktpodcast vor und kommentierte ErnteeindrĂŒcke sowie Marktgeschehen. Zuvor zehn Jahre im internationalen Agrarhandel tĂ€tig (wie im Intro erwĂ€hnt).

Alle Auftritte von Philipp Schilling →
P
Philipp WierzeugHOST

Begann 2019 im Agrarhandel in Deutschland; arbeitete in Schlesien/Genf und ist aktuell Energy Trader in Amsterdam. Er kommentiert Makro-Ereignisse und moderiert das Interview mit Carsten Höck.

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C
Carsten HöckGAST

Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Rendsburg, zustĂ€ndig fĂŒr Marktberichterstattung (gemeinsam mit Björn Winken). Betreut außerdem das Testbetriebsnetz in Schleswig-Holstein und ist in Förderangelegenheiten (ELA-Förderung) tĂ€tig; im Interview gibt er detaillierte Analysen zum Schlachtschweinemarkt.

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