Auf dem Weg als Anwält:in
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#796 Ist unsere Justiz käuflich? Korruption in der Schweiz

9. Juni 2026 · 15 Min.

Angemessene Justizlöhne allein schaffen keine Integrität, aber schlechte Bezahlung erhöht das Korruptionsrisiko und macht Kontrolle und Transparenz teurer.

Die Hosts diskutieren, dass Löhne Teil der rechtsstaatlichen Sicherheitsarchitektur sind: Sie tragen zu Unabhängigkeit, Qualität und zu Opportunitätskosten von Fehlverhalten bei. Korruption wird nicht nur als Bargeld im Couvert verstanden, sondern umfasst Interessenkonflikte, Parteibindungen, Nähe zu wirtschaftlichen Netzwerken und Insider-Geschäfte. Die Schweiz steht im Korruptionsindex gut da, dennoch fehlen laut den Sprecherinnen ausreichende Kontrollmechanismen und transparente Auswahlverfahren für Justizämter. Abschließend betonen sie Instanzenzug, Begründungspflichten und mediale Kontrolle als Schutzmaßnahmen.

Zahlen & Fakten

25 Franken

Genannte Obergrenze für Geschenke, die Gerichtspersonen annehmen dürfen.

80 von 100 Punkten

Im Gespräch genannte Punktzahl als Indikator für die Korruptionslage der Schweiz (Korruptionsindex-Referenz).

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Löhne, Integrität und Rekrutierung · ab 00:00: Angemessene Justizlöhne stärken Unabhängigkeit und Rekrutierung, garantieren aber nicht automatisch persönliche Integrität.
Was Korruption in der Justiz bedeutet; Schweiz im Vergleich · ab 05:48: Korruption umfasst vielfältige Formen; die Schweiz schneidet international gut ab, bleibt aber anfällig für strukturelle Risiken.
Kontrolle, Transparenz und institutionelle Schutzmechanismen · ab 11:39: Bessere Auswahl, transparente Nebenmandate, starke Kontrolle und Begründungspflichten sind zentral, um Käuflichkeit der Justiz zu verhindern.

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