Auf dem Weg als Anwält:in
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Causa Vincenz: So läuft das Berufungsverfahren

23. Juli 2026 · 22 Min.

Die Berufungsverhandlung ist keine vollständige Wiederholung der Erstinstanz, sondern eine eigenständige, umfassende Überprüfung der angefochtenen Punkte durch das Obergericht.

In der Folge erläutern Duri Bonin und Gregor Münch, wie ein Berufungsverfahren grundsätzlich funktioniert: Das Obergericht erhält die Akten der ersten Instanz, prüft die angefochtenen Punkte mit voller Kognition und trifft eine eigene Entscheidung, ohne einfach das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen oder von Null zu beginnen. Die beiden Strafverteidiger führen durch Ablauf, prozessuale Möglichkeiten und die praktische Perspektive der beschuldigten Person.

Zahlen & Fakten

20 Tage

Frist, die das Obergericht abwartet, bevor es weiterverfährt beziehungsweise Ergänzungen erwartet

1–2 Stunden

Dauer der internen Beratung der Richter nach der Verhandlung, die bei Betroffenen den Eindruck einer vorgefassten Entscheidung erwecken kann

30 Tage

Frist nach Zustellung der Urteilsbegründung, um beim Bundesgericht Beschwerde einzureichen

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

Was ist ein Berufungsverfahren? · ab 00:22: Definition: Berufung ist keine Neuaufnahme, sondern eine eigenständige, umfassende Überprüfung der angefochtenen Punkte.
Ablauf der Berufungsverhandlung · ab 08:53: Konkreter Verfahrensablauf: Vorfragen, Beweisaufnahme, Parteivorträge, letztes Wort und Urteilseröffnung.
Praktische und psychologische Auswirkungen für Beschuldigte und Verteidigung · ab 05:08: Erfahrungen, Belastung und Fristen: Vorbefasstheit, Urteilseröffnung, 30-Tage-Frist für Beschwerden ans Bundesgericht.

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