Betreutes Fühlen
Betreutes Fühlen

Muss man Eltern lieben?

1. Juni 2026 · 1 Std. 20 Min.

Kontaktabbrüche zwischen Eltern und erwachsenen Kindern sind häufiger als oft gedacht; Distanz kann sowohl schädlich als auch eine funktionale, bewusste Lösung sein.

In der Folge diskutieren Leon Windscheid und Atze Schröder, warum familiäre Bindungen trotz Verletzungen oft schwer zu lösen sind und wann Distanz sinnvoll sein kann. Sie beziehen Forschungsergebnisse zur Häufigkeit von Entfremdungen, Unterschiede zwischen Mutter- und Vaterkontakten und psychosoziale Ursachen ein. Außerdem geht es um emotionale Folgen, die Möglichkeit von Versöhnung sowie darum, wie Menschen ‚Familie neu definieren‘, wenn sie sich entfremdet haben.

Organisationen

Themen & Erkenntnisse

Einstieg: Persönliche Reflexionen über Elternliebe, Verpflichtung und Normen · ab 13:00: Persönliche Anekdoten und die Frage, warum Elternliebe und familiäre Verpflichtung gesellschaftlich als selbstverständlich gelten.
Ursachen und Verlauf von Entfremdung: Normen, Abnabelung und Prozesse · ab 33:06: Analyse, warum Entfremdung schleichend entsteht, welche Rolle Normen und Lebensübergänge spielen und wo die Grenzen liegen.
Forschungsbefunde zur Häufigkeit und zu Unterschieden zwischen Mutter- und Vaterkontakten · ab 35:53: Vorstellung von Studien zur Häufigkeit von Kontaktabbrüchen und Diskussion, warum Brüche zu Vätern häufiger vorkommen als zu Müttern.
Folgen, Chancen und ‚Redoing Family‘: Funktionale Entfremdung und Versöhnung · ab 01:20:31: Abwägung von negativen Folgen und möglichen Vorteilen von Distanz; Vorstellung des Konzepts ‚Familie neu definieren‘ nach Entfremdung.

Wer spricht

A
Atze SchröderHOST

Atze Schröder, Host des Podcasts, ist Komiker und Entertainer und bringt in der Folge persönliche Anekdoten, Humor und reflektierende Beispiele ein. Im Gespräch berichtet er von Bühnenerfahrungen, früherer Musikerzeit und seiner Haltung zu Perfektion, was die lockere, publikumsnahe Perspektive der Episode mitprägt.

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D
Dr. Leon WindscheidHOST

Leon Windscheid ist Psychologe und gibt in der Folge eine fachliche Einordnung der psychischen Folgen für Angehörige bei ungewissem Verlust (ambiguous loss). Er erklärt akute Stressreaktionen, langfristige Belastungen, Schuldgefühle bei Geschwistern sowie unterschiedliche Formen von Hoffnung und Bewältigungsstrategien; zudem wird auf seine Beiträge in Terra Xplore verwiesen.

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