
Folge 55: Operieren in der Schwangerschaft
20. Mai 2026 · 42 Min.
Durch aktualisierte Mutterschutzregelungen und individuelle Gefährdungsbeurteilungen können schwangere Ärztinnen ihre operative Weiterbildung fortsetzen, statt diese unterbrechen zu müssen.
Diese Folge behandelt die revolutionäre Neuregelung des Mutterschutzes für schwangere Ärztinnen in Deutschland, insbesondere im operativen Bereich. Dr. Sabine Ewerbeck erläutert, wie die 2018 novellierte Mutterschutzgesetzgebung und die Arbeit des Ausschusses für Mutterschutz schwangeren Ärztinnen ermöglichen, ihre OP-Tätigkeiten fortzuführen, statt – wie früher üblich – sofort aus dem OP genommen zu werden. Sie erklärt die Risikobewertung von Nadelstichverletzungen und Narkosegasen neu, betont die Bedeutung individuelle Gefährdungsbeurteilungen und zeigt praktische Implementierungsbeispiele am Universitätsklinikum Heidelberg auf.
Zahlen & Fakten
2018
Novelliertes Mutterschutzgesetz in Kraft getreten
15
Geeignete Personen mit ihren Vertretern im Ausschuss für Mutterschutz
86
Anerkannte Fälle von Hepatitis C durch Berufstätigkeit in fünf Jahren (2016-2020)
Weitere 15 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
17
Durchschnittliche Fälle von Hepatitis C pro Jahr bei circa 6 Millionen im Gesundheitsdienst tätigen Menschen
13
Anerkannte Fälle von HIV durch Berufstätigkeit in fünf Jahren (2016-2020)
2 bis 3
Durchschnittliche HIV-Fälle pro Jahr
500
Dokumentierte Nadelstichverletzungen pro Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg
20 bis 30
Hepatitis-B-positive Spender bei Nadelstichverletzungen pro Jahr am UKHD
2 bis 5
Hepatitis-C-positive Spender bei Nadelstichverletzungen pro Jahr am UKHD
4 bis 6
HIV-positive Spender bei Nadelstichverletzungen pro Jahr am UKHD
28 bis 30
Schwangerschaftswoche, in der schwangere Ärztinnen ihre Schwangerschaft oft bekannt geben, um ohne Begrenzung arbeiten zu können
13
Jahre, die Dr. Sabine Ewerbeck sich leidenschaftlich für das Thema Mutterschutz einsetzt
15.000
Mitarbeiter am Universitätsklinikum Heidelberg im Jahr 2025
10.700
Weibliche Mitarbeiter am UKHD (über zwei Drittel der Gesamtbelegschaft)
8.100
Mitarbeiter am UKHD im gebärfähigen Alter
2015
Gründungsjahr der Initiative OPITS (Operieren in der Schwangerschaft)
8
Jahre Zusammenarbeit zwischen Dr. Ewerbeck und einer leitenden Oberärztin der Anästhesie am UKHD
20
Jahre, die Dr. Sabine Ewerbeck als Betriebsärztin am UKHD tätig ist
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtMutterschutzgesetz in der Fassung von 2018
• RechtRegel und Information des Ausschusses für Mutterschutz zum Umgang von Schwangeren mit Narkosegasen
• RechtInformation des Ausschusses für Mutterschutz zu Gefährdungen für Schwangere und Stillende im Arbeitsbereich OP
Weitere 2 Quellen anzeigenWeniger anzeigen
• StudieMeldezahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zu anerkannten Berufskrankheiten (Hepatitis C und HIV) 2016-2020 und 2020-2024
• Positionspapier der Initiative OPITS (Operieren in der Schwangerschaft)
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