Regina Birner argumentiert, dass Lebensmittel in Deutschland trotz jüngster Preissteigerungen weiterhin zu billig sind, weil viele Umwelt-, Klima- und Tierschutzkosten nicht eingepreist werden und Landwirtschafts- und Sozialpolitik entsprechend nachgesteuert werden muss.
Im Gespräch mit Christian Bollert erklärt Agrarwissenschaftlerin Regina Birner, warum höhere Lebensmittelpreise nötig sind, um Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimaziele in der Landwirtschaft zu finanzieren. Sie benennt strukturelle Probleme wie die ‚Tretmühle‘ der Produktivitätssteigerung, die Abhängigkeit der Landwirtseinkommen von Subventionen und die ungleiche soziale Belastung durch Preissteigerungen. Als Lösungsansätze schlägt sie gezielte Sozialtransfers, Reformen der Agrarsubventionen und preissteuernde Maßnahmen wie eine Fleischabgabe vor.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
CChristian BollertHOST
Christian Bollert ist Journalist und Moderator; er moderiert den brand eins‑Podcast bei Detektor FM, führt durch die Folge, stellt Fragen und ordnet das Thema für das Publikum ein.
Alle Auftritte von Christian Bollert →RRegina BirnerGAST
Regina Birner ist Agrarwissenschaftlerin und spricht im Podcast über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Politikfolgen. Im Gespräch erläutert sie strukturelle Probleme wie die ‚Tretmühle‘ der Produktivitätssteigerung, die Bedeutung gezielter Subventionspolitik und mögliche Instrumente (z. B. Fleischabgabe, zielgenaue Transfers), um Tierwohl, Biodiversität und Klimaziele zu finanzieren und gleichzeitig soziale Härten abzufedern. Sie verweist auf ihre Rolle im wissenschaftlichen Beirat des Landwirtschaftsministeriums.
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