Deutschland exportiert große Ersparnisse, legt diese jedoch systematisch schlechter an als andere Industrieländer, wodurch hohe Renditen und Vermögenserträge verloren gehen.
Die Folge rekonstruiert die Befunde aktualisierter Studien: Deutschlands Netto‑Auslandsvermögen ist stark gewachsen (rund 3,7 Billionen Euro), Erträge daraus sind aber deutlich niedriger als bei Inlandsanlagen. Prof. Moritz Schulerig erklärt, dass die Renditelücke über Jahrzehnte besteht, hauptsächlich durch Bewertungsverluste und schlechte Allokation. Diskutiert werden Ursachen (Sparbuchkultur, Intermediäre, Anlagestrategien) und Politikfolgen: mehr inländische Investitionen, Reformen der Fiskalregeln und stärkere Aktienkultur.
Zahlen & Fakten
4,89 %
Durchschnittliche nominale Rendite deutscher Auslandsvermögen 1975–2020
7,27 %
Durchschnittliche nominale Rendite hypothetischer deutscher Inlandsanlagen (Aktien, Anleihen, Immobilien) 1975–2020
300 Milliarden Euro
Ungefähres jährliches Volumen netto an Kapitalexporten aus Deutschland
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
3,7 Billionen Euro
Deutschlands Netto‑Auslandsvermögen (Differenz zwischen Auslandsforderungen und -verbindlichkeiten)
14,5 Billionen Euro / 10,8 Billionen Euro
Bruttoforderungen deutscher Anleger im Ausland (14,5 Bio.) und ausländische Forderungen gegenüber Deutschland (10,8 Bio.)
41.000–54.000 Euro
Geschätzter pro Kopf entgangener Vermögenswert (Bandbreite) aufgrund schlechter Anlageergebnisse in einem Jahrzehnt
Rubriken
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• StudieStudie 'The Rate of Return on Everything, 1870–2015' (von Moritz Schularick und Koautor:innen)
• BuchBuch 'Capital in the Twenty‑First Century' von Thomas Piketty (referenziert im Gespräch)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
DDr. Daniel StelterHOST
Dr. Daniel Stelter ist Moderator des Ökonomie‑Podcasts BTO und Autor. In dieser Folge führt er in die Debatte um Ungleichheit ein, ordnet frühere Studien und WHO‑Thesen ein und moderiert das Gespräch mit Nicolas Sommet.
Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter →PProf. Moritz SchulerigGAST
Prof. Moritz Schulerig ist seit Juni 2023 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Christian‑Albrechts‑Universität zu Kiel sowie an Sciences Po Paris. Zuvor forschte und lehrte er u. a. an der Universität Bonn; seine Arbeit umfasst Makroökonomik, Finanzmärkte und Wirtschaftsgeschichte.
Alle Auftritte von Prof. Moritz Schulerig →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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