Frauen ohne Rechte: Was Bildung in Afghanistan leisten kann, Interview
2. September 2026 · 12 Min.
Bildung für Frauen und Mädchen schafft langfristige gesellschaftliche Wirkungen und Handlungsspielräume, auch wenn sie autoritäre Strukturen nicht sofort auflöst.
Hannelore Börgel berichtet aus ihrer langjährigen Beratungspraxis in Afghanistan: Zwei Jahrzehnte Bildung (2002–2021) haben nachhaltige Wirkungen erzeugt — mehr eingeschulte Mädchen, Universitätsabsolventinnen und Fachkräfte. Nach der Taliban-Übernahme 2021 sind jedoch viele Rechte zurückgenommen worden; Mädchen dürfen derzeit meist nur bis zur 6. Klasse zur Schule. Trotzdem gibt es Spätwirkungen: heimlicher Unterricht, Frauen, die zuhause Einkommen erwirtschaften, und Brüder, die Wissen mit Schwestern teilen. Online-Angebote helfen punktuell, sind aber infrastrukturell begrenzt.
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
HHannelore BörgelGAST
Hannelore Börgel ist seit Jahrzehnten Beraterin und Gutachterin für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und war in zahlreichen Ländern tätig, vor allem in Afghanistan. Sie beobachtet die Bildungsentwicklung seit 2002, analysiert die Wirkung von rund 20 Jahren Bildung in Afghanistan und berichtet über die Veränderungen seit der Taliban-Übernahme 2021 sowie über Formen heimlichen Unterrichts und wirtschaftlicher Selbsthilfe von Frauen.
Alle Auftritte von Hannelore Börgel →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.