Interview Förderbedarf in Schulen: Falsche Diagnosen wegen Altersunterschieden?
14. Juli 2026 · 6 Min.
Janka Goldern zeigt, dass relative Altersunterschiede innerhalb einer Klasse die Feststellung von Förderbedarf und ADHS beeinflussen können und dadurch falsche Diagnosen entstehen können.
Die Bildungsforscherin Janka Goldern erläutert in der Folge, dass Kinder innerhalb derselben Klasse bis zu zwölf Monate Altersunterschied haben können und dass dieses relative Alter systematisch beeinflusst, ob sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf oder ADHS diagnostiziert werden. Ihre Studie findet Effekte, die sich teilweise bis in die 9. Klasse nachweisen lassen. Als mögliche Erklärung nennt sie Referenzgruppeneffekte und die starke Rolle von Lehrkräften bei Diagnosen. Sie plädiert dafür, Alterseffekte in diagnostischen Prozessen zu berücksichtigen und Diagnostik auf passgenaue Förderung auszurichten.
Zahlen & Fakten
12 Monate
Maximaler Altersunterschied innerhalb einer Klasse, der in der Studie als relevant beschrieben wird
9. Klasse
Klassenstufe, bis zu der der Alters-Effekt in der Studie teilweise nachweisbar ist
Themen & Erkenntnisse
Wer spricht
JJanka GoldernGAST
Bildungsforscherin an der Bergischen Universität Wuppertal, Professorin für Methodik und Didaktik im Förderschwerpunkt Lernen. Forschungsfokus in dieser Folge: Einfluss relativer Altersunterschiede innerhalb von Schulklassen auf die Feststellung von sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf und ADHS sowie die methodischen und pädagogischen Konsequenzen daraus.
Alle Auftritte von Janka Goldern →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.