Krise des deutschen Wirtschaftsstandorts: „Das ist nicht der Untergang Deutschlands.“
17. Juli 2026 · 1 Std. 7 Min.
Deutschlands Wirtschaftsstandort steht vor ernsten, aber lösbaren Herausforderungen; struktureller Wandel, starke internationale Konkurrenz (insbesondere aus China) und hohe Standortkosten erfordern differenzierte politische und unternehmerische Antworten — es ist nicht der Untergang Deutschlands.
In der Folge diskutieren Ileana Grabitz und Peter Dausend mit Michael Hüther (Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft) Ursachen und Perspektiven der aktuellen Krise des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Hüther relativiert Untergangsrhetorik, analysiert Probleme in der Automobil- und energieintensiven Industrie, nennt China als ernsthaften Wettbewerber mit unfairen Vorteilen und fordert Bürokratieabbau, Energieentlastungen und Arbeitsmarktanpassungen. Er lobt das jüngste Reformpaket als Schritt in die richtige Richtung, mahnt aber zu schnelleren, zielgerichteten Maßnahmen und zu realistischer Erwartungen an die Politik.
Zahlen & Fakten
30 %
Von Michael Hüther genannte Unterbewertung der chinesischen Währung als Faktor für preisliche Wettbewerbsvorteile
10–15 %
Seit 2019 verlorene Industrieproduktion in Deutschland
etwa 5 €
Angabe zum CO2‑Preis bis 2017 (im Podcast genannt), der sich seitdem etwa verdreifacht habe
Weitere 3 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
500 Mrd. € auf zwölf Jahre
Volumen des Sondervermögens / Infrastrukturrahmens, das im Gespräch als befristetes Investitionsvolumen genannt wird
100.000
Angekündigte weltweite Stellenstreichungen beim Volkswagen‑Konzern (Bericht im Podcast)
ein Fünftel
Rückgang der Beschäftigtenzahl in der Industrie in den letzten zehn Jahren (im Podcast als 'gut ein Fünftel' bezeichnet)
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RedeRede von Gerhard Schröder im Deutschen Bundestag (2003) zur Agenda 2010 (Zitat: 'Entweder wir modernisieren oder wir werden modernisiert')
• RechtSection 301 des US‑Handelsrechts (als Beispiel für Ausgleichszollinstrumente)
• RechtIndustrial Accelerator Act (als bezeichnetes Instrument zur Stärkung und Protektion europäischer Industrie)
Alle Quellen findest du in der vollständigen FolgeWer spricht
PPeter DausendHOST
Peter Dausend ist Politikredakteur der ZEIT und war Co-Moderator dieser Folge; er leitete das Gespräch, stellte Fragen an die Korrespondentin und ordnete innen- und außenpolitische Entwicklungen ein.
Alle Auftritte von Peter Dausend →MMichael HütherGAST
Michael Hüther ist Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft. In der Episode analysiert er mit Rürup Arbeitsmarkt‑, Migrations‑ und Fiskalfragen, diskutiert die Folgen von Verteidigungsausgaben und die Notwendigkeit differenzierter industriepolitischer Maßnahmen zur Begleitung der Dekarbonisierung und Stärkung der Resilienz.
Alle Auftritte von Michael Hüther →KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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