bto – der Ökonomie-Podcast
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Strafzölle retten Volkswagen nicht

15. Juli 2026 · 60 Min.

Strafzölle allein können die deutschen Automobilhersteller nicht retten – Europa muss seine eigene Wettbewerbsfähigkeit durch Infrastruktur, Bildung und Forschung verbessern.

Die Folge analysiert die Krise der deutschen Automobilindustrie am Beispiel von Volkswagen, das bis 2034 vier Werke schließen und 100.000 Arbeitsplätze abbauen will. Die zentrale These: China hat die kompetenzzerstörende Innovation der Elektromobilität erfolgreich genutzt, während Europa geschlafen hat. Strafzölle können diesen strukturellen Wettbewerbsnachteil nicht kompensieren. Stattdessen wird ein umfassendes Programm zur Verbesserung der Rahmenbedingungen – von Energiepreisen über Infrastruktur bis hin zur Rohstoffsicherung – als notwendig erachtet.

Zahlen & Fakten

4,21 Millionen

Fahrzeuge, die VW 2018 in China verkaufte

2,69 Millionen

Fahrzeuge, die VW 2025 in China verkaufte – Absatzrückgang von etwa 36 Prozent

26 Prozent

Absatzrückgang von VW in China im zweiten Quartal 2026 gegenüber Vorjahr

Weitere 17 Zahlen & Fakten anzeigen

12 Millionen auf 9 Millionen

Geplante Reduktion der weltweiten Produktionskapazität von Volkswagen

50 Prozent

Umfang der Modellpalettenstrafung bei Volkswagen

75 Prozent

Reduktion der Ausstattungsoptionen geplant

29 Milliarden Dollar

Chinesische Subventionen für Elektroautos von 2009 bis 2022

6 Millionen

Elektrofahrzeuge, die 2022 in China verkauft wurden – über die Hälfte der weltweiten Elektrofahrzeugverkäufe

50 Prozent

Preisaufschlag des VW-Modells ID.4 in Europa gegenüber China

9 Prozent

EU-Aufschlag für BMW iX3 nach Abzug der Transportkosten

221 Milliarden Euro

Geschätzte chinesische Industriesubventionen im Jahr 2019

1,73 Prozent

Chinesische Industriesubventionen als Anteil des BIP 2019

100 Millionen

Einwohner, die China bis 2050 weniger haben wird

100 Mrd. Euro

Chinesische Sonderanleihe, die laut Aussage im Gespräch gestartet wurde

100.000

Arbeitsplätze, die Volkswagen weltweit abbauen soll, möglicherweise noch mehr (120.000–140.000 geschätzt)

14.300 Euro

Gewinn pro BYD-Yuan-Plus-Modell, das in der EU verkauft wird, gegenüber 1.300 Euro in China

13.000 Euro

Zusatzverdienst pro BYD-Modell bei EU-Verkauf gegenüber China-Verkauf

3-mal

Faktor: Chinas Subventionen im Verhältnis zum BIP sind etwa dreifach höher als in Frankreich

4-mal

Faktor: Chinas Subventionen im Verhältnis zum BIP sind etwa vierfach höher als in Deutschland oder den USA

9-mal

Großindustrieunternehmen in China erhalten durch Steuervergünstigungen, Zuschüsse und vergünstigte Kredite etwa neunmal mehr Unterstützung als vergleichbare Unternehmen in der OECD

Diese Folge steckt voller Zahlen – neugierig?

Themen & Erkenntnisse

VW-Krise und chinesische Überlegenheit im EV-Markt · ab 00:00: Chinas Dominanz in Elektromobilität ist strukturell: Sie haben früher erkannt, in welche Technologien zu investieren ist, Lieferketten gesichert und sind technologisch führend, während VW Marktanteile verliert.
Chinas strategische Industriepolitik und massive Subventionierung · ab 09:00: China subventioniert strategische Industrien drei- bis neunfach höher als andere Länder, sichert sich Rohstoffe global und zwingt damit europäische Hersteller in die Defensive.
Warum Strafzölle nicht ausreichend sind und was Europa tun muss · ab 17:00: Zölle adressieren nicht die Ursache: Europa muss massiv in Infrastruktur, Bildung, Forschung und Rohstoffsicherung investieren, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Wer spricht

D
Dr. Daniel StelterHOST

Gründer und Leiter von Beyond the Obvious (BTO), Wirtschaftsanalyst und Autor. Stelter ist ein führender Kommentator zu deutschen Wirtschafts- und Finanzfragen, veröffentlicht regelmäßig Analysen zur Wettbewerbsfähigkeit, Energiepolitik und Konjunktur. Er moderiert den wöchentlichen Ökonomie-Podcast BTO und hat das Buch 'ABSTURZ – So retten wir Deutschland' verfasst.

Alle Auftritte von Dr. Daniel Stelter
P
Prof. Dr. Dirk DohseGAST

Leiter des Forschungszentrums für Innovation und internationalen Wettbewerb am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Promoviert an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, war Expert Advisor der EU-Kommission im siebten Forschungsrahmenprogramm. Seine Forschung befasst sich mit Innovations- und Wachstumspolitik, Wachstumsdeterminanten wissensintensiver Unternehmen und ökonomischen Auswirkungen kultureller Vielfalt. Autor von Studien zu chinesischen Subventionen und deren Auswirkungen im Green-Tech-Bereich.

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KIDieser Inhalt wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.