
#346 Hass im Netz #3 - mit Rechtsanwalt Robert Kerschbaumer
3. Juli 2026 · 1 Std. 32 Min.
Rechtsanwalt Robert Kerschbaumer verteidigt seinen aggressiven Kurs gegen Hass im Netz und Rufschädigung, während Florian Klenk ihm vorwirft, ein „Geschäftsmodell" aus der Verfolgung von Online-Beleidigern zu machen.
In dieser dritten Folge der "Hass im Netz"-Serie spricht Moderator Michael Nikbakhsh mit Rechtsanwalt Robert Kerschbaumer, der als Medienanwalt bekannt ist. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen Kerschbaumer und Journalist Florian Klenk: Während Kerschbaumer argumentiert, dass er im Sinne seiner Mandanten (Ehepaar Bohrn Mena, Egisto Ott) legitim gegen Rufschädigungen vorgehen muss, wirft Klenk ihm vor, aus der unzulänglichen Rechtslage ein Geschäftsmodell zu machen und dabei unbegründete Klagen einzubringen. Die Episode thematisiert die technischen und rechtlichen Mechanismen von Online-Hass, die Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Tätern und die Frage, wo die Grenze zwischen legitimer Rechtsverfolgung und missbräuchlicher Klage liegt.
Zahlen & Fakten
60 Prozent
Anteil der Online-Beleidiger, die zahlungsunfähig sind (Mindestpensionisten, Arbeitslosengeld-Bezieher)
50 deftige Hasskommentare
Anzahl der Hasskommentare gegen den Polizisten auf FPÖ-Facebook-Profilen seit 2021
853 Euro
Gerichtsgebühren, die die Republik Österreich pro medienrechtlichem Verfahren einkassiert
Weitere 2 Zahlen & Fakten anzeigenWeniger anzeigen
unter 1.000 Euro netto
Durchschnittlicher Verdienst Kerschbaumers pro Medienrechtfall nach Abzug aller Kosten
300.000+ Follower
Reichweite des Gerald Gross Facebook-Profils, auf dem Urteilsveröffentlichungen erfolgen
Themen & Erkenntnisse
Quellen
• RechtHass-im-Netz-Bekämpfungsgesetz
• RechtMediengesetz Österreich, insbesondere § 24 (Impressumpflicht), § 32 (Verjährung Beleidigung), § 34 und § 37 (medienrechtliche Reparaturmaßnahmen)
• RechtABGB § 1325 (Schmerzengeld bei vorsätzlicher Körperverletzung)
Weitere 1 Quelle anzeigenWeniger anzeigen
• RechtE-Commerce-Gesetz (ECG) § 16
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